Nephrolepis (Schwertfarn)
Nephrolepis-Farne bilden bogige Fontänen aus feinen Fiedern und bringen Bewegung und Weichheit an helle, aber sanfte Lichtplätze. Im Innenraum mögen sie gleichmäßig feuchtes, faseriges Substrat, mittlere Luftfeuchtigkeit und Schutz vor tiefer Dunkelheit ebenso wie vor Sonne, die hinter Glas die Wedel verbrennt.
Besonders gut wirken sie in Ampeln und auf Pflanzenständern, wo die Wedel frei überhängen können. Entscheidend ist nicht nur, Trockenheit zu vermeiden, sondern einen verlässlichen Rhythmus zu halten: Die Krone mag weder völliges Austrocknen noch lang anhaltende Nässe, deshalb sollte die Feuchtigkeit gleichmäßig bleiben, ohne abgestanden zu wirken.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
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Polypodiaceae
Nephrolepis (Schwertfarn)
Auf einen Blick
Nephrolepis (Boston- und Schwertfarne) - Leitfaden für bogige Wedel
- Wuchs: dichte Horste mit bogigen Wedeln; gut für Ampeln, Pflanzständer und um Ecken weicher wirken zu lassen.
- Licht: heller Schatten oder wenig bis mittelhell; bei zu wenig Licht werden die Wedel lang und schwach, direkte Sonne bleicht und verbrennt die Spitzen.
- Gießen: das Substrat gleichmäßig feucht halten, aber nicht nass; komplettes Austrocknen macht Wedel von den Spitzen her schnell knusprig.
- Substrat: mag ein feines, faseriges Substrat, das gut abläuft und trotzdem Feuchtigkeit um die feinen Wurzeln hält.
- Luftfeuchtigkeit: sieht mit mittlerer Luftfeuchtigkeit deutlich besser aus; sehr trockene Luft führt zu braunen Rändern und häufigem Wedelverlust.
- Pflege: alte Wedel regelmäßig entfernen und Pflanzen gelegentlich teilen, damit sie ordentlich und kräftig bleiben.
Botanisches Profil
Nephrolepis: botanisches Profil der Schwertfarne
Nephrolepis ist eine Gattung überwiegend immergrüner Farne, die traditionell in Nephrolepidaceae eingeordnet wird, oft aber auch innerhalb von Lomariopsidaceae behandelt wird. Schott stellte die Gattung 1834 auf, um Farne mit charakteristischen Aderungs- und Sorusmustern abzugrenzen. Derzeit werden rund 30 Arten anerkannt, darunter weit verbreitete Zierschwertfarne wie Nephrolepis exaltata und Nephrolepis cordifolia.
- Ordnung: Polypodiales
- Familie: Nephrolepidaceae (teilweise auch in Lomariopsidaceae eingeschlossen)
- Tribus: -
- Gattung: Nephrolepis Schott
- Typusart: Nephrolepis exaltata (L.) Schott
- Chromosomen: Grundzahl x = 41; die meisten Arten sind offenbar diploid (2n = 82), daneben gibt es einige polyploide und aneuploide Zytotypen.
Verbreitung und Habitat: Nephrolepis ist pantropisch verbreitet, mit Schwerpunkten in den Neotropen und den tropischen Regionen Asiens und Australiens; mehrere Arten sind weit über ihre natürlichen Areale hinaus eingebürgert. Die Pflanzen wachsen in feuchten Tieflandwäldern, Küstenwäldern, an Sumpfrändern und an gestörten Standorten, oft als terrestrische Farne in humusreichen Böden. Einige Arten leben aber auch epiphytisch oder epipetrisch an Stammbasen, auf vermoderndem Holz oder auf Felsflächen bis in etwa 1 000 m Höhe oder darüber.
- Wuchsform: Horstig oder kriechend wachsende Farne mit kurzen, aufrechten Rhizomen und langen, oft bogig überhängenden Wedeln; viele Arten bilden schlanke, drahtige Ausläufer, die an den Knoten wurzeln und dichte Kolonien bilden.
- Wedelaufbau: Linealische bis lanzettliche Wedel mit deutlichem Stiel und zahlreichen Fiederblättchen; diese sind gelenkig mit der Rhachis verbunden und fallen oft leicht ab, ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
- Wedelgröße: Zierformen tragen meist 30–120 cm lange Wedel; manche Wildpflanzen können unter günstigen Bedingungen noch deutlich länger werden.
- Struktur und Farbe: Mittelkräftige, hell- bis mittelgrüne Fiederblättchen, meist mit ganzrandigen bis fein gesägten Rändern; junge Wedel entrollen sich eingerollt, wie es für Farne typisch ist.
- Bemerkenswerte Anpassung: Ausgedehnte Ausläufernetze ermöglichen eine schnelle Besiedlung offener, gestörter und luftfeuchter Kleinststandorte und sichern das vegetative Weiterwachsen nach mechanischen Schäden oder nach vorübergehendem Austrocknen der oberen Substratschicht.
Sori und Sporen (Fortpflanzungsmerkmale): Nephrolepis bildet runde bis leicht nierenförmige Sori auf der Unterseite der Fiederblättchen, meist nahe am Rand und oft durch nierenförmige Indusien geschützt. Jeder Sorus produziert zahlreiche Sporen, die durch Wind verbreitet werden; eine erfolgreiche Etablierung gelingt vor allem an feuchten, schattigen Kleinststandorten mit geeignetem Substrat für die Ausbreitung der Rhizome.
Details & Pflege
Nephrolepis: weiche Schwertfarne, die drinnen wirklich dicht bleiben
Was Nephrolepis in deine Sammlung bringt
Nephrolepis – die klassischen Schwert- und Bostonfarne – setzen nicht auf Blüten oder starke Farben, sondern auf Bewegung und Struktur. Dutzende feine Fiederblättchen sitzen an jedem überhängenden Wedel und fangen Luft und Licht so ein, dass die ganze Pflanze mit dem Raum mitzuschwingen scheint. Eine gut gewachsene Nephrolepis macht aus einer leeren Ecke oder einem Platz in der Ampel eher einen weichen grünen Vorhang als einen starren Block.
Diese Farne bleiben nicht starr kompakt, überwuchern aber auch nicht gleich den halben Raum. Unter passenden Bedingungen verdichtet sich das Herz der Pflanze, neue Wedel rollen sich laufend auf und ältere werden nach und nach ersetzt. Damit ist Nephrolepis eine starke Wahl, wenn du eine Pflanze willst, die dauerhaft voll wirkt und eher auf verlässliche Routine als auf gelegentliche Rettungsaktionen anspricht.
Passt Nephrolepis zu deinem Zuhause?
- Ideal, wenn: du helles, aber nicht grelles Licht hast, den Wurzelballen leicht feucht halten kannst, statt zwischen klatschnass und knochentrocken zu schwanken, und deine Räume nicht durch Dauerheizung wüstenartig trocken werden.
- Anspruchsvoller, wenn: du nur heiße Sonnenfenster oder sehr dunkle Ecken zur Verfügung hast, das Gießen über längere Zeit vergisst oder eine Pflanze suchst, die wochenlange Vernachlässigung einfach wegsteckt.
- Gut zu wissen: etwas Vergilben und der Verlust älterer Wedel an der Basis sind normal. Der eigentliche Maßstab ist einfach: Neue Wedel sollten weiter nachkommen, ordentlich Substanz haben und die Pflanze von der Mitte aus auffüllen.
Vom Waldboden und von Baumstämmen in den Topf
Die meisten Nephrolepis-Arten stammen aus warmen, feuchten Regionen und wachsen oft im gefilterten Licht von Wäldern oder an schattigen Felswänden und Bachufern. Je nach Art und Alter können sie terrestrisch oder epiphytisch sein: Manche wurzeln in lockerer Streu und Erde, andere verankern sich in Moos, Rinde oder Felsspalten. In allen Fällen erleben sie regelmäßige Feuchtigkeit, hohe Luftfeuchtigkeit und viel Luft an den Wurzeln, dazu höchstens kurz geflecktes Sonnenlicht statt ganztägiger Strahlung.
Im Zimmer fühlen sie sich am wohlsten, wenn du dieses Umfeld nachbaust: helles, weiches Licht statt harter Mittagssonne, ein feuchtigkeitshaltendes, aber luftiges Substrat und ein Raum, der sie nicht schneller austrocknet, als du gießen kannst. Es sind keine echten „hinstellen und vergessen“-Farne, aber ein wenig Aufmerksamkeit zahlen sie mit viel Wirkung zurück.
Licht und Standort – hell, weich, nicht dunkel
Nephrolepis wird oft als Pflanze für wenig Licht verkauft, aber auf Dauer bleibt sie nur schön, wenn sie mehr Licht bekommt als eine düstere Ecke hergibt. Ziel sind helle, indirekte Bedingungen: nah an einem Ost- oder Nordfenster oder ein Stück zurückgesetzt von einem stärkeren Süd- oder Westfenster, wo direkte Sonne durch einen leichten Vorhang oder andere Pflanzen gefiltert wird. In diesem Bereich bekommst du feste Wedel, gute Farbe und dichte Pflanzenherzen.
Bei echtem Lichtmangel werden die Wedel länger, die Mitte der Pflanze lichter und ältere Wedel braunen früher ab. Auf der anderen Seite verbrennt harte Mittagssonne hinter Glas die Oberseite der Wedel schnell und hinterlässt ausgebleichte oder trockene Stellen, besonders an der äußeren Rundung einer Ampel. Wenn du nicht sicher bist, wie hell dein Platz wirklich ist, helfen die Fotos und Hinweise in unserem Leitfaden zu hellem indirektem Licht als realistischer Vergleich.
Gießen und Substrat – gleichmäßig feucht, nie staunass
Nephrolepis-Wurzeln mögen Feuchtigkeit, brauchen aber genauso Sauerstoff. Eine einfache Faustregel: Gieß dann, wenn sich die oberen 1–2 cm des Substrats gerade trocken anfühlen, tiefer unten aber noch eine leichte kühle Restfeuchte spürbar ist. In diesem Moment gießt du gründlich, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft, und lässt den Topf dann komplett abtropfen. Wenn du wartest, bis der ganze Wurzelballen federleicht und ausgetrocknet ist, welken die Wedel, die Spitzen werden braun und das neue Wachstum stockt. Bleibt das Substrat dagegen schwer und klatschnass, ersticken die Wurzeln und das Herz der Pflanze kann von innen faulen.
Eine gute Farnmischung hält Wasser, ohne zu einem dichten Klumpen zu werden. Starte mit einem feinen, torffreien Zimmerpflanzensubstrat und gib Struktur dazu, etwa in Form von feiner Rinde, Perlit, Bims oder Kokoschips. Gerade Ampeln profitieren von einem etwas gröberen Aufbau, damit Wasser schnell durchlaufen kann, die Fasern aber trotzdem zwischen den Wassergaben Feuchtigkeit halten. Wenn du genauer verstehen willst, wie Gießen und Substrat in deiner Sammlung zusammenwirken, sind die Grundsätze in unserem Gießleitfaden direkt auf Nephrolepis übertragbar.
Auch die Wasserqualität spielt eine Rolle. Sehr hartes Leitungswasser kann weiße Ablagerungen im Substrat hinterlassen und mit der Zeit zu braunen Spitzen beitragen. Wenn dein Wasser mineralreich ist, helfen Regenwasser, gefiltertes oder anderweitig weicheres Wasser oft dabei, die Wedel schöner zu halten.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung
Die meisten Nephrolepis-Typen fühlen sich bei normalen Wohnraumtemperaturen von etwa 16–24 °C wohl. Kurze Absenkungen knapp darunter werden meist vertragen, wenn das Substrat eher auf der trockeneren Seite ist. Länger anhaltende Kälte zusammen mit nasser Erde ist dagegen ein typischer Auslöser für Probleme an Herz und Wurzeln. Stell Töpfe deshalb nicht direkt an eiskalte Fensterscheiben oder in den Luftzug ständig geöffneter Türen.
Diese Farne sehen spürbar besser aus, wenn die Luft nicht knochentrocken ist. Eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 50–70 % hält neue Wedel glatter und senkt das Risiko trockener Spitzen. Pflanzen zusammenzustellen, einen kleinen Luftbefeuchter in der Nähe zu nutzen oder Nephrolepis in ein gut belüftetes Regal oder eine Vitrine zu stellen, kann helfen. Gelegentliches Besprühen bringt für den Wurzelbereich dagegen wenig und sollte eher als kleine Ergänzung gelten, nicht als Hauptlösung. Wenn du unsicher bist, was Besprühen leisten kann und was nicht, zeigt unser Leitfaden zum Besprühen die Grenzen davon klar auf.
Gleichzeitig ist etwas Luftbewegung wichtig. Stille, abgestandene Ecken fördern Pilzflecken und Schimmel im Herz der Pflanze, während harte Zugluft die Wedel austrocknet. Ziel ist eine sanfte, konstante Luftbewegung im Raum statt eines starken Luftstroms direkt auf die Pflanze.
Wie Nephrolepis wächst und wie du sie schneidest oder teilst
Nephrolepis bildet ein zentrales Herz, aus dem sich neue Wedel entrollen. Viele Formen treiben außerdem dünne, drahtige Ausläufer, die über die Substratoberfläche kriechen oder aus dem Topf hängen und dort wurzeln, wo sie auf passendes Material treffen. Mit der Zeit entsteht so eine dichte, leicht wilde Masse – großartig für Volumen, aber irgendwann auch zu eng, wenn nie ausgelichtet wird.
Die Pflege ist unkompliziert. Entferne komplett braun gewordene oder völlig ausgedünnte Wedel, indem du sie nah am Herz abschneidest, statt nur die toten Spitzen zu kürzen. Das räumt die Pflanze auf und schafft Platz für neue Wedel. Wenn die Mitte zu dicht wird oder die Pflanze fast sofort nach dem Gießen wieder austrocknet, ist oft Teilen angesagt: Lockere den Wurzelballen vorsichtig, teile ihn in zwei oder mehr Stücke mit gesunden Herzen und setze jedes Stück in frisches Substrat. Messer oder Säge brauchst du dafür selten – die meisten Nephrolepis-Horste lassen sich mit festem, aber vorsichtigem Druck auseinanderziehen.
Gedüngt wird besser zurückhaltend. Ein ausgewogener Flüssigdünger in halber Konzentration, gelegentlich gegeben, wenn du aktiven Neuaustrieb siehst, reicht meist völlig aus. Wenn die Wedel trotz gutem Licht und passendem Gießen blass bleiben, prüf zuerst Wurzeln und Substrat, bevor du stärker düngst – diese Farne reagieren viel empfindlicher auf schlechtes Substrat und Staunässe als auf leicht niedrige Nährstoffwerte.
Nephrolepis, Haustiere und Umgang
Nephrolepis gilt allgemein als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen, was sie zu einer beliebten Wahl für Haushalte mit Tieren macht. Trotzdem kann das Fressen größerer Mengen jeder faserigen Pflanze empfindliche Mägen reizen. Dauerhaftes Knabbern solltest du daher möglichst unterbinden, und hängende oder hoch platzierte Pflanzen bleiben besser außer Reichweite besonders motivierter Pflanzenfresser.
Der Umgang ist unkompliziert. Die Wedel sind aber empfindlich und können bei starkem Knicken leicht brechen, also stütz lange Wedel beim Umstellen des Topfs. Nach dem Schneiden oder Teilen spülst du Saft- oder Erdreste einfach von den Händen und vermeidest es, dir direkt in die Augen zu fassen – reine Basishygiene.
Was dir bei einer frisch angekommenen Nephrolepis auffallen kann
Farne mögen Kartons überhaupt nicht. Es ist ganz normal, dass eine frisch verschickte Nephrolepis ein paar vergilbte oder gebrochene Wedel, etwas braune Spitzen und insgesamt einen leicht plattgedrückten oder zerzausten Eindruck hat. Ein wenig Blattverlust in den ersten ein bis zwei Wochen ist ebenfalls normal, weil die Pflanze gestresstes Material abwirft und ihre Ressourcen neu verteilt.
Pack die Pflanze aus, entferne lose abgestorbene Wedel und stell sie direkt an einen passenden hellen Platz mit sanftem Licht, statt sie erst von Raum zu Raum zu tragen. Prüfe die Feuchtigkeit ein paar Zentimeter unter der Oberfläche: Fühlt sich das Substrat trocken und leicht an, gieße langsam und gründlich und lass Überschusswasser ablaufen. Ist es noch gleichmäßig feucht, gib der Pflanze erst ein paar Tage zum Ankommen. Größere Wurzelarbeiten oder das Teilen solltest du verschieben, bis wieder frische, gesunde Wedel nachkommen – das ist dein Zeichen, dass sich die Pflanze an die neuen Bedingungen angepasst hat.
Nephrolepis-Probleme erkennen – so liest du die Wedel
- Braune Spitzen und Ränder an vielen Wedeln: sind oft eine Kombination aus trockener Luft, unregelmäßigem Gießen und Mineralablagerungen im Substrat. Versuch, deinen Gießrhythmus gleichmäßiger zu machen, erhöhe die Luftfeuchtigkeit leicht und wechsle bei sehr hartem Leitungswasser auf Regen- oder gefiltertes Wasser. Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden zu braunen Blattspitzen.
- Wedel vergilben und brechen von der Basis her zusammen: können auf chronisches Überwässern in einem dichten oder ausgelaugten Substrat hinweisen. Kontrolliere den Wurzelballen, schneide weiche, dunkle Bereiche weg und topfe in ein frisches, offeneres Substrat um. Gieß erst wieder, wenn die obere Schicht wieder antrocknet.
- Die ganze Pflanze wirkt schlaff und lückig, mit sehr langen, schwachen Wedeln: ist meist ein Zeichen dafür, dass über längere Zeit zu wenig Licht vorhanden war. Stell Nephrolepis näher an ein helles Fenster mit gefiltertem Licht und dreh den Topf gelegentlich, damit alle Seiten ähnlich viel Licht bekommen.
- Wedel werden am äußeren Rand oder nur auf einer Seite fleckig braun: werden oft durch heiße direkte Sonne oder einen Schwall warmer Luft von Heizkörpern verursacht. Stell die Pflanze etwas weiter weg von Glas oder Wärmequelle und sorge für gleichmäßigeres, sanfteres Licht und eine ruhigere Luftbewegung.
- Klebrige Rückstände oder feine Gespinste auf den Wedeln: können auf Schädlinge wie Schildläuse oder Spinnmilben hindeuten. Kontrolliere die Unterseiten der Wedel und entlang der Mittelrippe, entferne stark befallene Wedel, spüle die Pflanze wenn möglich ab und starte früh mit einer passenden Behandlung, bevor sich der Schaden ausweitet.
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Häufige Fragen zu Nephrolepis
Was für ein Farn ist Nephrolepis?
Nephrolepis ist die Gattung hinter vielen Bostonfarnen und verwandten Schwertfarnen. Das sind die überhängenden, fein gefiederten Farne, an die die meisten denken, wenn sie einen klassischen Farn für Hängeampel oder Podest vor Augen haben.
Kommen Nephrolepis mit wenig Licht aus?
Sie mögen helles indirektes Licht oder hellen Schatten deutlich lieber als wirklich dunkle Plätze. Zu viel direkte Sonne kann die Wedel schädigen, aber eine dunkle Ecke sorgt meist nur für dünnen, lichten und wenig ansehnlichen Wuchs.
Wie gießt man Nephrolepis richtig?
Halte den Wurzelbereich gleichmäßig feucht und lass ihn nicht stark austrocknen. Praktisch heißt das: gießen, wenn nur etwa die oberen 5–10 % des Topfs trocken sind. In kühleren oder dunkleren Phasen können es bis ungefähr 10–15 % sein, aber viel weiter sollte es nicht gehen.
Warum werden Wedel oder Spitzen bei Nephrolepis braun?
Meist wegen zu trockener Luft, weil das Substrat zu weit ausgetrocknet ist oder weil die Pflanze durch Hitze, Zugluft oder unregelmäßiges Gießen gestresst wird. Bostonfarn-Typen zeigen diesen Stress oft zuerst an den Spitzen.
Ist Nephrolepis für Haustiere unbedenklich?
Ja. Bostonfarn-Typen aus der Gattung Nephrolepis gelten im Allgemeinen als ungiftig für Katzen und Hunde und gehören damit zu den sichereren Farnen für Haushalte mit Haustieren.
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