Alocasia (Alokasie)
Alocasia ist die Gattung, bei der BlĂ€tter die Hauptrolle spielen: aufrechte Schilde, Pfeilformen, samtige FlĂ€chen, bullate Strukturen und lederige OberflĂ€chen an klar gezeichneten Stielen. Das Spektrum reicht von kompakten Jewel-Typen bis zu groĂen Elefantenohr-Formen â deshalb wirkt die Gattung gleichzeitig sammlungswĂŒrdig und im Innenraum breit einsetzbar.
Alocasia braucht helles gefiltertes Licht, warme RĂ€ume und luftige Mischungen fĂŒr AronstabgewĂ€chse, die etwas Feuchtigkeit halten, ohne schwer zu bleiben. Wenn Licht, Wurzeln und GieĂrhythmus zusammenpassen, ist Alocasia extrem dankbar. Genau das ist auch ein Grund, warum der Name in Kultur so prĂ€sent bleibt â trotz seines Rufs, schnell zu reagieren, sobald die Bedingungen aus dem Gleichgewicht geraten.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwĂ€hlen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prĂŒfen zusĂ€tzlich, ob sie unter echten Bedingungen in InnenrĂ€umen und im Alltag mit Pflanzen ĂŒberhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollstÀndige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswÀhlst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswÀhlst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurĂŒcknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise ZurĂŒcksetzen.
Zum Einstieg wĂ€hlst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und GröĂe weiter ein.
Auswahl & VerfĂŒgbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- VerfĂŒgbarkeit (nur vorrĂ€tige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren GröĂen oder Varianten kann die tatsĂ€chliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit fĂŒr gĂ€ngige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl fĂŒr neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschlieĂen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue OberflĂ€chen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. âIndirektâ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die BlĂ€tter fĂ€llt. âEtwas direkte Sonneâ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. âVolle Sonne/direktâ steht fĂŒr lĂ€ngere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in InnenrÀumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg fĂŒr ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wÀchst: kletternd, hÀngend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbststÀndig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine StĂŒtze? âKeineâ heiĂt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hĂ€lt. âOptionalâ bedeutet, dass eine StĂŒtze Aufbau oder GröĂe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. âErforderlichâ heiĂt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in InnenrÀumen. Hilft dir bei der EinschÀtzung, ist aber kein Versprechen.
GröĂenfilter (geliefert und langfristig)
- TopfgröĂe (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (â).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefĂ€hre Höhe der Pflanze, die du erhĂ€ltst. NatĂŒrliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in InnenrÀumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, GröĂe, Farbe
- Blattform & BlattgröĂe: Praktische Kategorien fĂŒr den schnellen Ăberblick. âKlein/Mittel/GroĂâ bezieht sich auf die typische BlattgröĂe ausgewachsener Pflanzen, wĂ€hrend die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte BlÀtter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Ăbergeordnete Gruppen wie AronstabgewĂ€chse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, MarantengewĂ€chse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weiĂt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Ăbersicht der Quellen, die wir dafĂŒr nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Araceae (AronstabgewÀchse)
Alocasia (Alokasie)
Auf einen Blick
Alocasia: AronstabgewĂ€chse mit WachstumsschĂŒben und klaren AnsprĂŒchen
- Wuchs: knollen- oder rhizombasierte Pflanze, die BlÀtter schubweise bildet; dass ein altes Blatt verschwindet, wenn ein neues kommt, kann normal sein.
- Licht: bevorzugt helles, indirektes Licht oder sanfte Morgensonne; tiefer Schatten macht die BlÀtter kleiner, harte Sonne hinter Glas verbrennt sie.
- GieĂen: gieĂen, wenn die oberen paar Zentimeter Substrat abgetrocknet sind; den Wurzelbereich gleichmĂ€Ăig leicht feucht halten, nie sumpfig und nie lange völlig austrocknen lassen.
- Substratwahl: braucht ein grobes Substrat fĂŒr AronstabgewĂ€chse mit Rinde und mineralischer Struktur, damit Wurzeln und Knollen Luft und Feuchtigkeit zugleich bekommen.
- Klima: wĂ€chst am besten bei 18â26 °C und etwas Luftfeuchtigkeit; kĂŒhle, nasse Erde fĂŒhrt schneller zu FĂ€ulnis als mĂ€Ăige Trockenheit.
- Sicherheit: alle Pflanzenteile gelten bei Verzehr als giftig; auĂer Reichweite von Kindern und Tieren platzieren, die gern an BlĂ€ttern knabbern.
Botanisches Profil
Alocasia: botanisches Profil markanter Elefantenohr-AronstabgewÀchse
Alocasia ist eine Gattung rhizombildender oder knollenbildender ausdauernder AronstabgewĂ€chse innerhalb der Araceae, die G. Don 1839 auf Basis frĂŒherer Arbeiten von Schott als Gattung etabliert hat. Die Namensbildung spiegelt die Abgrenzung zu Colocasia und die historische Verbindung zu taroĂ€hnlichen Pflanzen wider. Anerkannt sind grob 90 Arten, dazu zahlreiche Naturhybriden und Gartenformen.
- Ordnung: Alismatales
- Familie: Araceae
- Tribus: Colocasieae
- Gattung: Alocasia (Schott) G.Don
- Typusart: Alocasia cucullata (Lour.) G.Don
- Chromosomen: Es gibt polyploide Reihen mit dokumentierten 2n = 28, 42, 56, 70 und 84, was auf wiederholte Genomverdopplungen hinweist.
Verbreitung und Lebensraum: Alocasia ist im tropischen und subtropischen Asien bis ins östliche Australien heimisch, von Nordostindien und SĂŒdchina ĂŒber SĂŒdostasien, Indonesien und die Philippinen bis nach Neuguinea und Queensland. Die Arten wachsen in feuchten WaldunterwĂŒchsen, an BachrĂ€ndern, an WaldrĂ€ndern und in zeitweise ĂŒberfluteten Tieflandhabitaten.
- Lebensform: Rhizombildende oder knollenbildende ausdauernde KrÀuter; von kompakten Arten bis zu Taxa mit massiven Blattstielen und riesigen Blattspreiten.
- Blattansatz: Lange, fleischige Blattstiele setzen nahe der basalen Einbuchtung pfeil- bis herzförmiger Spreiten an und erzeugen so die typische Elefantenohr-Silhouette.
- BlattgröĂe: Viele Arten entwickeln Spreiten von 20â90 cm LĂ€nge; bei den gröĂten Formen können einzelne BlĂ€tter ĂŒber 1 m lang werden, bei Blattstielen von mehr als 1 m Höhe.
- Textur und Farbe: Die OberflĂ€chen reichen von glĂ€nzendem MittelgrĂŒn bis zu dicken, samtig dunklen BlĂ€ttern mit kontrastierenden hellen Adern, teils mit metallischem oder blĂ€ulichem Ton.
- Bemerkenswerte Anpassung: Breite, schrÀg stehende BlattflÀchen und flexible Blattstiele können ihre Ausrichtung bei wechselndem Licht und starkem Regen anpassen und balancieren so Lichtaufnahme und StabilitÀt wÀhrend tropischer Starkregenereignisse.
BlĂŒtenstand und Frucht: Wie fĂŒr AronstabgewĂ€chse typisch bildet Alocasia Kolben-Spatha-BlĂŒtenstĂ€nde, oft in Gruppen am Rhizom. Viele Arten zeigen Protogynie und Thermogenese rund um die weibliche Phase, was Insektenbesuche fördert. Die FrĂŒchte sind kleine Beeren in dichten FruchtstĂ€nden, die meist orange bis rot abreifen und mehrere Samen enthalten.
Details & Pflege
Alocasia â so bleiben dir diese markanten Schönheiten erhalten
Alocasia zu Hause â markante BlĂ€tter, klare RĂŒckmeldung
Alocasia ist nicht zurĂŒckhaltend. GroĂe Schilde, Pfeilformen oder samtige Herzen sitzen auf krĂ€ftigen Blattstielen und bewegen sich bei jedem Luftzug â du siehst also immer, wo die Pflanze steht und wie es ihr geht. Das Wachstum verlĂ€uft in SchĂŒben: Ein neues Blatt schiebt, das Ă€lteste verabschiedet sich, und die GesamtgröĂe der BlĂ€tter zeigt ziemlich direkt, wie gut Licht, WĂ€rme und GieĂen zusammenpassen. Sobald die Pflege aus dem Tritt gerĂ€t, meldet Alocasia sich schnell â genau das macht sie fĂŒr viele Sammler so reizvoll.
Diese Kategorie reicht von glĂ€nzenden klassischen Elefantenohr-Typen bis zu kompakten, dunkel geaderten Arten und kleinen samtigen Formen. Die GrundzĂŒge ĂŒberschneiden sich, aber die AnsprĂŒche sind nicht identisch: groĂe, schnelle Typen wollen starkes Licht und groĂzĂŒgiges GieĂen in luftiger Mischung; Miniaturen und samtige Formen brauchen meist feineres Substrat, prĂ€zisere Feuchtigkeit und sehr stabile Bedingungen.
Woher Alocasia kommt â WaldrĂ€nder, Lichtungen und feuchte Böden
Wild wachsende Alocasia kommen in tropischen und subtropischen Teilen Asiens und angrenzenden Regionen vor. Viele Arten wachsen an WaldrĂ€ndern, auf Lichtungen oder in der NĂ€he von BĂ€chen und GrĂ€ben, wo das Licht hell, aber gefiltert ist und der Boden feucht bleibt, ohne sumpfig zu werden. Die Wurzeln laufen durch lockeres organisches Material mit mineralischen Anteilen statt durch dichten, luftlosen Schlamm. Die Luft ist die meiste Zeit warm und recht feucht, mit nur kurzen kĂŒhleren oder trockeneren Phasen.
FĂŒr die Wohnung heiĂt das ganz praktisch: viel, aber weiches Licht, eine strukturierte Mischung fĂŒr AronstabgewĂ€chse, die frei ablĂ€uft, und Feuchtigkeit, die eher zwischen âgleichmĂ€Ăig feuchtâ und âoben leicht trockenâ pendelt als zwischen Ăberschwemmung und DĂŒrre. Dieses Muster ist wichtiger als jeder feste GieĂplan nach Tagen.
Licht fĂŒr Alocasia: hell, gefiltert und konstant
Alocasia ist eine Pflanze fĂŒr hellen Schatten, nicht fĂŒr tiefdunkle Ecken. Die meisten Formen stehen am liebsten nah an einem hellen Fenster, aber nicht in harter Mittagssonne. Gute PlĂ€tze sind direkt an einem Ostfenster oder etwas zurĂŒckversetzt hinter einem leichten Vorhang vor krĂ€ftigen SĂŒd- und Westfenstern. Die BlĂ€tter sollten sich kĂŒhl bis leicht warm anfĂŒhlen, nie heiĂ.
Bei wenig Licht siehst du gestreckte Blattstiele, kleinere neue BlĂ€tter und Pflanzen, die oft nur noch ein oder zwei BlĂ€tter gleichzeitig halten. Bei zu viel direkter Sonne, besonders durch Glas, bekommen dĂŒnntexturierte Arten blasse, durchscheinende Stellen, die spĂ€ter entlang der Adern oder RĂ€nder braun und trocken werden. Wenn du deine Fenster gegenchecken willst, vergleiche sie mit unserem Leitfaden zu hellem indirektem Licht und ordne Alocasia eher diesen Zonen zu, nicht den dunkelsten Ecken oder vollem Sonnenstand.
Alocasia richtig gieĂen und das passende Substrat aufbauen
Wurzeln und Knollen vertragen weder völlige Trockenheit noch dauerhafte Suppe. Ein praktikabler Rhythmus in der Wohnung ist:
- Lass die oberen 2â4 cm der Mischung trocken wirken, wĂ€hrend tiefere Schichten noch leicht kĂŒhl sind.
- Gieà langsam, bis der ganze Wurzelballen durchfeuchtet ist und Wasser aus den Abzugslöchern lÀuft.
- Komplett ablaufen lassen â kein stehendes Wasser in Ăbertopf oder Untersetzer.
Wiederholte starke Trockenheit fĂŒhrt zu schlaffen, gefalteten BlĂ€ttern, stockendem Neuaustrieb und bei empfindlichen Arten zum vollstĂ€ndigen Blattverlust, wĂ€hrend die Knolle versucht, die Stressphase zu ĂŒberstehen. Dauerhaft nasse, verdichtete Mischung nimmt der Wurzelzone den Sauerstoff und ist der schnellste Weg zu weichen, schwarzen Wurzeln und matschigen Knollen, besonders bei kĂŒhleren Temperaturen.
Das Substrat sollte dir die Pflege erleichtern. Behandle Alocasia als Pflanze fĂŒr AronstabgewĂ€chse, nicht als Kandidat fĂŒr irgendeine Standard-Zimmerpflanzenerde. Starte mit einer guten Basis und mische groĂzĂŒgig grobe Bestandteile wie Rinde, Bims und Perlit darunter, bis sich die Mischung federnd und strukturiert statt klebrig anfĂŒhlt. Terrakotta trocknet schneller und passt zu Menschen, die oft kontrollieren; Kunststoff hĂ€lt Feuchtigkeit lĂ€nger und verlangt strengere Disziplin gegen ĂberwĂ€sserung.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung, die Alocasia wirklich braucht
Die meisten Alocasia, die als Zimmerpflanzen gehalten werden, fĂŒhlen sich zwischen etwa 18 und 26 °C wohl. Kurze AusschlĂ€ge auĂerhalb dieses Bereichs töten eine gesunde Pflanze selten, aber lĂ€ngere Phasen unter etwa 16 °C in Kombination mit nasser Erde sind genau der Punkt, an dem FĂ€ulnis und plötzliche ZusammenbrĂŒche beginnen. Kalte Luft, die an groĂen Fenstern herunterfĂ€llt oder an TĂŒren eindringt, kĂŒhlt Töpfe oft stĂ€rker aus, als das Thermostat im Raum vermuten lĂ€sst.
Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Hebel. Viele Alocasia lassen sich an normale Wohnraumluft anpassen, aber BlĂ€tter entfalten sich sauberer und die RĂ€nder bleiben ruhiger, wenn die lokale Luftfeuchtigkeit ungefĂ€hr bei 50â60 % oder leicht darĂŒber liegt. Plötzliche EinbrĂŒche â zum Beispiel wenn die Heizung stark lĂ€uft â zeigen sich oft als braune RĂ€nder und Spitzen. Leichtes BesprĂŒhen ist meist nur Kosmetik; ein trockener Raum wird dadurch nicht dauerhaft besser. Pflanzen zusammenzustellen, einen kleinen Luftbefeuchter zu nutzen oder Alocasia in eine Vitrine oder dicht bepflanzte Ecke zu stellen, funktioniert besser. UnabhĂ€ngig von den Bedingungen ist sanfte Luftbewegung essenziell: Krone und BlĂ€tter sollten nach dem GieĂen in sinnvoller Zeit abtrocknen, aber nicht im kalten Zug stehen.
Wachstumsrhythmus, Ruhephasen und DĂŒngung
Alocasia wĂ€chst aus Knollen oder Rhizomen und folgt oft einem Ein-Blatt-Rhythmus: WĂ€hrend ein neues Blatt aufrollt, verabschiedet sich das Ă€lteste. Bei viel Licht, WĂ€rme und brauchbarer Luftfeuchtigkeit können Ă€ltere Pflanzen mehrere BlĂ€tter gleichzeitig halten; bei weniger Licht reduzieren sie die Blattzahl ganz natĂŒrlich und pausieren manchmal fast vollstĂ€ndig.
Wenn Lichtmenge und TageslĂ€nge sinken, gehen manche Alocasia in eine Ruhephase. Oberhalb des Substrats heiĂt das dann sehr langsames Wachstum oder vollstĂ€ndiger Blattverlust, wĂ€hrend eine feste Knolle auf bessere Bedingungen wartet. WĂ€hrend des aktiven Wachstums mit klar sichtbarem Neuaustrieb reicht meist eine moderate, regelmĂ€Ăige DĂŒngung: ein ausgewogener DĂŒnger in etwa einem Viertel bis der HĂ€lfte der Herstellerdosierung alle paar GieĂgĂ€nge, immer auf bereits feuchtes Substrat. Lass DĂŒnger weg, wenn die Pflanze nicht sichtbar wĂ€chst, gerade umgetopft wurde oder sich von Stress erholt. Substratstruktur und stabile Bedingungen bewirken mehr als hohe NĂ€hrstoffwerte.
Giftigkeit und Umgang
Alocasia gilt als giftig, weil das Gewebe unlösliche Calciumoxalat-Kristalle enthÀlt. Das Kauen auf BlÀttern oder Blattstielen kann bei Haustieren und Menschen starke Reizungen in Mund und Rachen, Speicheln und Verdauungsprobleme auslösen. Anschauen ja, probieren nein.
Stell die Töpfe so auf, dass Kinder und Tiere weder leicht an den BlÀttern kauen noch mit abgefallenen Teilen spielen können. Beim Schneiden oder Umtopfen keinen Pflanzensaft in Augen oder Mund bringen, danach HÀnde waschen und bei empfindlicher Reaktion auf Saft von AronstabgewÀchsen lieber leichte Handschuhe tragen.
Was Alocasia nach der Lieferung meist macht
Nach Transport und Standortwechsel pausiert Alocasia oft erst einmal, um sich neu einzustellen. Sichtbar ausbleibendes Wachstum ist normal, und ein oder zwei Ă€ltere BlĂ€tter können gelb werden oder zusammenbrechen, wĂ€hrend die Pflanze Wurzeln und BlĂ€tter an neues Licht, neue Luftfeuchtigkeit und einen anderen GieĂrhythmus anpasst. Empfindlichere Arten kommen oft mit kleinen Knicken, feinen Rissen oder braunen RĂ€ndern an Ă€lteren BlĂ€ttern an.
Solange sich Knolle oder Rhizom fest anfĂŒhlen und irgendwann neue BlĂ€tter erscheinen, gehört das zum Einleben. Stell Alocasia direkt an die spĂ€teren LichtverhĂ€ltnisse, halte das Substrat leicht bis gleichmĂ€Ăig feucht und warte mit Umtopfen oder krĂ€ftiger DĂŒngung, bis stabile neue BlĂ€tter erscheinen. Optische Macken an Ă€lteren BlĂ€ttern reparieren sich nicht mehr, hindern die Pflanze aber nicht daran, sich gut einzuwöhnen.
Alocasia-Fehlerdiagnose â typische Muster schnell erkennen
- Die ganze Pflanze hÀngt plötzlich, das Substrat ist sehr nass und die Blattstielbasen sind weich: Wahrscheinlich Wurzel- oder KnollenfÀule durch SÀttigung in schwerer Mischung, oft in Verbindung mit KÀlte. Austopfen, alles Matschige entfernen, in deutlich lockereres Substrat setzen und nur leicht feucht halten, bis neue Wurzeln entstehen.
- Die ganze Pflanze hĂ€ngt, der Topf ist extrem leicht und das Substrat knochentrocken: Starke Trockenheit. Den Wurzelballen einmal grĂŒndlich durchfeuchten, gut ablaufen lassen und deinen GieĂrhythmus so anpassen, dass das Substrat nie wieder diesen Zustand erreicht.
- Mehrere BlĂ€tter vergilben gleichzeitig in schwerer, langsam trocknender Mischung: Chronischer Sauerstoffmangel an den Wurzeln. Abzugslöcher prĂŒfen, die Mischung lockern oder ersetzen und die Abtrocknungsphase zwischen grĂŒndlichen Wassergaben etwas verlĂ€ngern.
- Braune, knusprige RĂ€nder an sonst grĂŒnen BlĂ€ttern: Oft zu niedrige Luftfeuchtigkeit in Kombination mit unregelmĂ€Ăigem GieĂen oder sehr warmer, trockener Luft. Alocasia nicht an Heizkörper stellen, fĂŒr gleichmĂ€Ăigere Feuchtigkeit sorgen und die Luftfeuchtigkeit leicht anheben.
- Ausgeblichene oder âverbrannteâ Stellen auf den oberen BlĂ€ttern: Zu viel direkte Sonne oder ein zu schneller Sprung zu starkem Licht. Stell die Pflanze etwas weiter vom Fenster weg oder streu das Licht und steigere die IntensitĂ€t beim nĂ€chsten Mal langsamer.
- Feine Gespinste, Sprenkel oder raue BlattoberflĂ€chen: Spinnmilben und andere saftsaugende SchĂ€dlinge sind bei dĂŒnnblĂ€ttrigen Alocasia in trockener Luft hĂ€ufig. BlĂ€tter grĂŒndlich abduschen, passend behandeln und Luftfeuchtigkeit wie Luftbewegung verbessern, damit ein neuer Befall schwerer wird.
ZurĂŒck nach oben und wĂ€hl die Alocasia, die zu deinem Licht, deinem Platz und dem gewĂŒnschten Blattcharakter passt â
HĂ€ufige Fragen zu Alocasia
Wie viel Licht braucht Alocasia in der Wohnung?
Die meisten Alocasia wachsen in der Wohnung am besten bei hellem, indirektem Licht. Etwas sanfte direkte Sonne kann in manchen Situationen funktionieren, aber harte Sonne kann die BlĂ€tter verbrennen, wĂ€hrend zu wenig Licht meist zu schwĂ€cherem Wachstum fĂŒhrt und das Risiko fĂŒr GieĂfehler erhöht.
Wie oft sollte ich Alocasia gieĂen?
WĂ€hrend des aktiven Wachstums gieĂt du, wenn ungefĂ€hr die oberen 10â20 % des Substrats abgetrocknet sind. Wenn das Wachstum im Winter oder bei weniger Licht nachlĂ€sst, darf es etwas weiter trocknen, eher bis etwa 20â30 %. Ziel ist gleichmĂ€Ăige Feuchtigkeit, aber niemals StaunĂ€sse.
Warum hÀngt meine Alocasia schlaff oder wird gelb?
Meist stehen die Wurzeln unter Stress. Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kann GelbfÀrbung oder schlaffe BlÀtter auslösen, und kalte Zugluft, wenig Licht oder zu viel direkte Sonne verschÀrfen das oft noch. Dass ein einzelnes Àlteres Blatt gelb wird, wÀhrend ein neues kommt, kann dagegen ganz normal sein.
Geht Alocasia in der Wohnung in Ruhe?
Manchmal. Viele Alocasia wachsen in kĂŒhleren und dunkleren Phasen deutlich langsamer oder verlieren BlĂ€tter, wĂ€hrend andere eher stagnieren, ohne komplett in Ruhe zu gehen. Dann sollte auch das GieĂen reduziert werden, statt auf Sommerniveau zu bleiben.
Ist Alocasia fĂŒr Katzen und Hunde giftig?
Ja. Wenn Tiere daran kauen, kann Alocasia Reizungen im Maul, Schwellungen, Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden auslösen.
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