Alocasia (Alokasie)
Alocasia ist die Gattung, bei der Blätter die Hauptrolle spielen: aufrechte Schilde, Pfeilformen, samtige Flächen, bullate Strukturen und lederige Oberflächen an klar gezeichneten Stielen. Das Spektrum reicht von kompakten Jewel-Typen bis zu großen Elefantenohr-Formen – deshalb wirkt die Gattung gleichzeitig sammlungswürdig und im Innenraum breit einsetzbar.
Alocasia braucht helles gefiltertes Licht, warme Räume und luftige Mischungen für Aronstabgewächse, die etwas Feuchtigkeit halten, ohne schwer zu bleiben. Wenn Licht, Wurzeln und Gießrhythmus zusammenpassen, ist Alocasia extrem dankbar. Genau das ist auch ein Grund, warum der Name in Kultur so präsent bleibt – trotz seines Rufs, schnell zu reagieren, sobald die Bedingungen aus dem Gleichgewicht geraten.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & VerfĂĽgbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weiĂźt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Ăśbersicht der Quellen, die wir dafĂĽr nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Araceae (Aronstabgewächse)
Alocasia (Alokasie)
Auf einen Blick
Alocasia: Aronstabgewächse mit Wachstumsschüben und klaren Ansprüchen
- Wuchs: knollen- oder rhizombasierte Pflanze, die Blätter schubweise bildet; dass ein altes Blatt verschwindet, wenn ein neues kommt, kann normal sein.
- Licht: bevorzugt helles, indirektes Licht oder sanfte Morgensonne; tiefer Schatten macht die Blätter kleiner, harte Sonne hinter Glas verbrennt sie.
- Gießen: gießen, wenn die oberen paar Zentimeter Substrat abgetrocknet sind; den Wurzelbereich gleichmäßig leicht feucht halten, nie sumpfig und nie lange völlig austrocknen lassen.
- Substratwahl: braucht ein grobes Substrat für Aronstabgewächse mit Rinde und mineralischer Struktur, damit Wurzeln und Knollen Luft und Feuchtigkeit zugleich bekommen.
- Klima: wächst am besten bei 18–26 °C und etwas Luftfeuchtigkeit; kühle, nasse Erde führt schneller zu Fäulnis als mäßige Trockenheit.
- Sicherheit: alle Pflanzenteile gelten bei Verzehr als giftig; außer Reichweite von Kindern und Tieren platzieren, die gern an Blättern knabbern.
Botanisches Profil
Alocasia: botanisches Profil markanter Elefantenohr-Aronstabgewächse
Alocasia ist eine Gattung rhizombildender oder knollenbildender ausdauernder Aronstabgewächse innerhalb der Araceae, die G. Don 1839 auf Basis früherer Arbeiten von Schott als Gattung etabliert hat. Die Namensbildung spiegelt die Abgrenzung zu Colocasia und die historische Verbindung zu taroähnlichen Pflanzen wider. Anerkannt sind grob 90 Arten, dazu zahlreiche Naturhybriden und Gartenformen.
- Ordnung: Alismatales
- Familie: Araceae
- Tribus: Colocasieae
- Gattung: Alocasia (Schott) G.Don
- Typusart: Alocasia cucullata (Lour.) G.Don
- Chromosomen: Es gibt polyploide Reihen mit dokumentierten 2n = 28, 42, 56, 70 und 84, was auf wiederholte Genomverdopplungen hinweist.
Verbreitung und Lebensraum: Alocasia ist im tropischen und subtropischen Asien bis ins östliche Australien heimisch, von Nordostindien und Südchina über Südostasien, Indonesien und die Philippinen bis nach Neuguinea und Queensland. Die Arten wachsen in feuchten Waldunterwüchsen, an Bachrändern, an Waldrändern und in zeitweise überfluteten Tieflandhabitaten.
- Lebensform: Rhizombildende oder knollenbildende ausdauernde Kräuter; von kompakten Arten bis zu Taxa mit massiven Blattstielen und riesigen Blattspreiten.
- Blattansatz: Lange, fleischige Blattstiele setzen nahe der basalen Einbuchtung pfeil- bis herzförmiger Spreiten an und erzeugen so die typische Elefantenohr-Silhouette.
- Blattgröße: Viele Arten entwickeln Spreiten von 20–90 cm Länge; bei den größten Formen können einzelne Blätter über 1 m lang werden, bei Blattstielen von mehr als 1 m Höhe.
- Textur und Farbe: Die Oberflächen reichen von glänzendem Mittelgrün bis zu dicken, samtig dunklen Blättern mit kontrastierenden hellen Adern, teils mit metallischem oder bläulichem Ton.
- Bemerkenswerte Anpassung: Breite, schräg stehende Blattflächen und flexible Blattstiele können ihre Ausrichtung bei wechselndem Licht und starkem Regen anpassen und balancieren so Lichtaufnahme und Stabilität während tropischer Starkregenereignisse.
Blütenstand und Frucht: Wie für Aronstabgewächse typisch bildet Alocasia Kolben-Spatha-Blütenstände, oft in Gruppen am Rhizom. Viele Arten zeigen Protogynie und Thermogenese rund um die weibliche Phase, was Insektenbesuche fördert. Die Früchte sind kleine Beeren in dichten Fruchtständen, die meist orange bis rot abreifen und mehrere Samen enthalten.
Details & Pflege
Alocasia – so bleiben dir diese markanten Schönheiten erhalten
Alocasia zu Hause – markante Blätter, klare Rückmeldung
Alocasia ist nicht zurückhaltend. Große Schilde, Pfeilformen oder samtige Herzen sitzen auf kräftigen Blattstielen und bewegen sich bei jedem Luftzug – du siehst also immer, wo die Pflanze steht und wie es ihr geht. Das Wachstum verläuft in Schüben: Ein neues Blatt schiebt, das älteste verabschiedet sich, und die Gesamtgröße der Blätter zeigt ziemlich direkt, wie gut Licht, Wärme und Gießen zusammenpassen. Sobald die Pflege aus dem Tritt gerät, meldet Alocasia sich schnell – genau das macht sie für viele Sammler so reizvoll.
Diese Kategorie reicht von glänzenden klassischen Elefantenohr-Typen bis zu kompakten, dunkel geaderten Arten und kleinen samtigen Formen. Die Grundzüge überschneiden sich, aber die Ansprüche sind nicht identisch: große, schnelle Typen wollen starkes Licht und großzügiges Gießen in luftiger Mischung; Miniaturen und samtige Formen brauchen meist feineres Substrat, präzisere Feuchtigkeit und sehr stabile Bedingungen.
Woher Alocasia kommt – Waldränder, Lichtungen und feuchte Böden
Wild wachsende Alocasia kommen in tropischen und subtropischen Teilen Asiens und angrenzenden Regionen vor. Viele Arten wachsen an Waldrändern, auf Lichtungen oder in der Nähe von Bächen und Gräben, wo das Licht hell, aber gefiltert ist und der Boden feucht bleibt, ohne sumpfig zu werden. Die Wurzeln laufen durch lockeres organisches Material mit mineralischen Anteilen statt durch dichten, luftlosen Schlamm. Die Luft ist die meiste Zeit warm und recht feucht, mit nur kurzen kühleren oder trockeneren Phasen.
Für die Wohnung heißt das ganz praktisch: viel, aber weiches Licht, eine strukturierte Mischung für Aronstabgewächse, die frei abläuft, und Feuchtigkeit, die eher zwischen „gleichmäßig feucht“ und „oben leicht trocken“ pendelt als zwischen Überschwemmung und Dürre. Dieses Muster ist wichtiger als jeder feste Gießplan nach Tagen.
Licht fĂĽr Alocasia: hell, gefiltert und konstant
Alocasia ist eine Pflanze für hellen Schatten, nicht für tiefdunkle Ecken. Die meisten Formen stehen am liebsten nah an einem hellen Fenster, aber nicht in harter Mittagssonne. Gute Plätze sind direkt an einem Ostfenster oder etwas zurückversetzt hinter einem leichten Vorhang vor kräftigen Süd- und Westfenstern. Die Blätter sollten sich kühl bis leicht warm anfühlen, nie heiß.
Bei wenig Licht siehst du gestreckte Blattstiele, kleinere neue Blätter und Pflanzen, die oft nur noch ein oder zwei Blätter gleichzeitig halten. Bei zu viel direkter Sonne, besonders durch Glas, bekommen dünntexturierte Arten blasse, durchscheinende Stellen, die später entlang der Adern oder Ränder braun und trocken werden. Wenn du deine Fenster gegenchecken willst, vergleiche sie mit unserem Leitfaden zu hellem indirektem Licht und ordne Alocasia eher diesen Zonen zu, nicht den dunkelsten Ecken oder vollem Sonnenstand.
Alocasia richtig gieĂźen und das passende Substrat aufbauen
Wurzeln und Knollen vertragen weder völlige Trockenheit noch dauerhafte Suppe. Ein praktikabler Rhythmus in der Wohnung ist:
- Lass die oberen 2–4 cm der Mischung trocken wirken, während tiefere Schichten noch leicht kühl sind.
- Gieß langsam, bis der ganze Wurzelballen durchfeuchtet ist und Wasser aus den Abzugslöchern läuft.
- Komplett ablaufen lassen – kein stehendes Wasser in Übertopf oder Untersetzer.
Wiederholte starke Trockenheit führt zu schlaffen, gefalteten Blättern, stockendem Neuaustrieb und bei empfindlichen Arten zum vollständigen Blattverlust, während die Knolle versucht, die Stressphase zu überstehen. Dauerhaft nasse, verdichtete Mischung nimmt der Wurzelzone den Sauerstoff und ist der schnellste Weg zu weichen, schwarzen Wurzeln und matschigen Knollen, besonders bei kühleren Temperaturen.
Das Substrat sollte dir die Pflege erleichtern. Behandle Alocasia als Pflanze für Aronstabgewächse, nicht als Kandidat für irgendeine Standard-Zimmerpflanzenerde. Starte mit einer guten Basis und mische großzügig grobe Bestandteile wie Rinde, Bims und Perlit darunter, bis sich die Mischung federnd und strukturiert statt klebrig anfühlt. Terrakotta trocknet schneller und passt zu Menschen, die oft kontrollieren; Kunststoff hält Feuchtigkeit länger und verlangt strengere Disziplin gegen Überwässerung.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung, die Alocasia wirklich braucht
Die meisten Alocasia, die als Zimmerpflanzen gehalten werden, fühlen sich zwischen etwa 18 und 26 °C wohl. Kurze Ausschläge außerhalb dieses Bereichs töten eine gesunde Pflanze selten, aber längere Phasen unter etwa 16 °C in Kombination mit nasser Erde sind genau der Punkt, an dem Fäulnis und plötzliche Zusammenbrüche beginnen. Kalte Luft, die an großen Fenstern herunterfällt oder an Türen eindringt, kühlt Töpfe oft stärker aus, als das Thermostat im Raum vermuten lässt.
Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Hebel. Viele Alocasia lassen sich an normale Wohnraumluft anpassen, aber Blätter entfalten sich sauberer und die Ränder bleiben ruhiger, wenn die lokale Luftfeuchtigkeit ungefähr bei 50–60 % oder leicht darüber liegt. Plötzliche Einbrüche – zum Beispiel wenn die Heizung stark läuft – zeigen sich oft als braune Ränder und Spitzen. Leichtes Besprühen ist meist nur Kosmetik; ein trockener Raum wird dadurch nicht dauerhaft besser. Pflanzen zusammenzustellen, einen kleinen Luftbefeuchter zu nutzen oder Alocasia in eine Vitrine oder dicht bepflanzte Ecke zu stellen, funktioniert besser. Unabhängig von den Bedingungen ist sanfte Luftbewegung essenziell: Krone und Blätter sollten nach dem Gießen in sinnvoller Zeit abtrocknen, aber nicht im kalten Zug stehen.
Wachstumsrhythmus, Ruhephasen und DĂĽngung
Alocasia wächst aus Knollen oder Rhizomen und folgt oft einem Ein-Blatt-Rhythmus: Während ein neues Blatt aufrollt, verabschiedet sich das älteste. Bei viel Licht, Wärme und brauchbarer Luftfeuchtigkeit können ältere Pflanzen mehrere Blätter gleichzeitig halten; bei weniger Licht reduzieren sie die Blattzahl ganz natürlich und pausieren manchmal fast vollständig.
Wenn Lichtmenge und Tageslänge sinken, gehen manche Alocasia in eine Ruhephase. Oberhalb des Substrats heißt das dann sehr langsames Wachstum oder vollständiger Blattverlust, während eine feste Knolle auf bessere Bedingungen wartet. Während des aktiven Wachstums mit klar sichtbarem Neuaustrieb reicht meist eine moderate, regelmäßige Düngung: ein ausgewogener Dünger in etwa einem Viertel bis der Hälfte der Herstellerdosierung alle paar Gießgänge, immer auf bereits feuchtes Substrat. Lass Dünger weg, wenn die Pflanze nicht sichtbar wächst, gerade umgetopft wurde oder sich von Stress erholt. Substratstruktur und stabile Bedingungen bewirken mehr als hohe Nährstoffwerte.
Giftigkeit und Umgang
Alocasia gilt als giftig, weil das Gewebe unlösliche Calciumoxalat-Kristalle enthält. Das Kauen auf Blättern oder Blattstielen kann bei Haustieren und Menschen starke Reizungen in Mund und Rachen, Speicheln und Verdauungsprobleme auslösen. Anschauen ja, probieren nein.
Stell die Töpfe so auf, dass Kinder und Tiere weder leicht an den Blättern kauen noch mit abgefallenen Teilen spielen können. Beim Schneiden oder Umtopfen keinen Pflanzensaft in Augen oder Mund bringen, danach Hände waschen und bei empfindlicher Reaktion auf Saft von Aronstabgewächsen lieber leichte Handschuhe tragen.
Was Alocasia nach der Lieferung meist macht
Nach Transport und Standortwechsel pausiert Alocasia oft erst einmal, um sich neu einzustellen. Sichtbar ausbleibendes Wachstum ist normal, und ein oder zwei ältere Blätter können gelb werden oder zusammenbrechen, während die Pflanze Wurzeln und Blätter an neues Licht, neue Luftfeuchtigkeit und einen anderen Gießrhythmus anpasst. Empfindlichere Arten kommen oft mit kleinen Knicken, feinen Rissen oder braunen Rändern an älteren Blättern an.
Solange sich Knolle oder Rhizom fest anfühlen und irgendwann neue Blätter erscheinen, gehört das zum Einleben. Stell Alocasia direkt an die späteren Lichtverhältnisse, halte das Substrat leicht bis gleichmäßig feucht und warte mit Umtopfen oder kräftiger Düngung, bis stabile neue Blätter erscheinen. Optische Macken an älteren Blättern reparieren sich nicht mehr, hindern die Pflanze aber nicht daran, sich gut einzuwöhnen.
Alocasia-Fehlerdiagnose – typische Muster schnell erkennen
- Die ganze Pflanze hängt plötzlich, das Substrat ist sehr nass und die Blattstielbasen sind weich: Wahrscheinlich Wurzel- oder Knollenfäule durch Sättigung in schwerer Mischung, oft in Verbindung mit Kälte. Austopfen, alles Matschige entfernen, in deutlich lockereres Substrat setzen und nur leicht feucht halten, bis neue Wurzeln entstehen.
- Die ganze Pflanze hängt, der Topf ist extrem leicht und das Substrat knochentrocken: Starke Trockenheit. Den Wurzelballen einmal gründlich durchfeuchten, gut ablaufen lassen und deinen Gießrhythmus so anpassen, dass das Substrat nie wieder diesen Zustand erreicht.
- Mehrere Blätter vergilben gleichzeitig in schwerer, langsam trocknender Mischung: Chronischer Sauerstoffmangel an den Wurzeln. Abzugslöcher prüfen, die Mischung lockern oder ersetzen und die Abtrocknungsphase zwischen gründlichen Wassergaben etwas verlängern.
- Braune, knusprige Ränder an sonst grünen Blättern: Oft zu niedrige Luftfeuchtigkeit in Kombination mit unregelmäßigem Gießen oder sehr warmer, trockener Luft. Alocasia nicht an Heizkörper stellen, für gleichmäßigere Feuchtigkeit sorgen und die Luftfeuchtigkeit leicht anheben.
- Ausgeblichene oder „verbrannte“ Stellen auf den oberen Blättern: Zu viel direkte Sonne oder ein zu schneller Sprung zu starkem Licht. Stell die Pflanze etwas weiter vom Fenster weg oder streu das Licht und steigere die Intensität beim nächsten Mal langsamer.
- Feine Gespinste, Sprenkel oder raue Blattoberflächen: Spinnmilben und andere saftsaugende Schädlinge sind bei dünnblättrigen Alocasia in trockener Luft häufig. Blätter gründlich abduschen, passend behandeln und Luftfeuchtigkeit wie Luftbewegung verbessern, damit ein neuer Befall schwerer wird.
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Häufige Fragen zu Alocasia
Wie viel Licht braucht Alocasia in der Wohnung?
Die meisten Alocasia wachsen in der Wohnung am besten bei hellem, indirektem Licht. Etwas sanfte direkte Sonne kann in manchen Situationen funktionieren, aber harte Sonne kann die Blätter verbrennen, während zu wenig Licht meist zu schwächerem Wachstum führt und das Risiko für Gießfehler erhöht.
Wie oft sollte ich Alocasia gieĂźen?
Während des aktiven Wachstums gießt du, wenn ungefähr die oberen 10–20 % des Substrats abgetrocknet sind. Wenn das Wachstum im Winter oder bei weniger Licht nachlässt, darf es etwas weiter trocknen, eher bis etwa 20–30 %. Ziel ist gleichmäßige Feuchtigkeit, aber niemals Staunässe.
Warum hängt meine Alocasia schlaff oder wird gelb?
Meist stehen die Wurzeln unter Stress. Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kann Gelbfärbung oder schlaffe Blätter auslösen, und kalte Zugluft, wenig Licht oder zu viel direkte Sonne verschärfen das oft noch. Dass ein einzelnes älteres Blatt gelb wird, während ein neues kommt, kann dagegen ganz normal sein.
Geht Alocasia in der Wohnung in Ruhe?
Manchmal. Viele Alocasia wachsen in kühleren und dunkleren Phasen deutlich langsamer oder verlieren Blätter, während andere eher stagnieren, ohne komplett in Ruhe zu gehen. Dann sollte auch das Gießen reduziert werden, statt auf Sommerniveau zu bleiben.
Ist Alocasia fĂĽr Katzen und Hunde giftig?
Ja. Wenn Tiere daran kauen, kann Alocasia Reizungen im Maul, Schwellungen, Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden auslösen.
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