Dischidia (Urnenpflanze)
Dischidia ist eine Zimmerpflanzengattung kleiner epiphytischer Ranken mit dickeren Blättern als die meisten Hängepflanzen und einem leichteren, feineren Wuchs als viele Hoya. Knopfartige Blätter, herzförmige Typen und Arten mit taschenförmigen Blättern sitzen problemlos in Ampeln, auf Aufbindungen oder an kleinen Rankhilfen.
Besonders an Dischidia ist, wie viel Detail sie bringt, ohne viel Platz zu brauchen. Helles gefiltertes Licht, luftige Epiphytenmischungen und ein Rhythmus aus Durchfeuchten und Abtrocknen halten sie in Form. Genau deshalb ist sie eine starke Wahl, wenn du kompakten hängenden Wuchs mit mehr tropischem Detail suchst, als eine schnellere, gröbere Ranke meist bietet.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & VerfĂĽgbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weiĂźt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Ăśbersicht der Quellen, die wir dafĂĽr nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)
Dischidia (Urnenpflanze)
Auf einen Blick
Dischidia: kompakte epiphytische Ranken
- Wuchs: dünne, windende Triebe mit kleinen Blättern und teils taschenförmigen Ausprägungen; erinnert an eine luftigere Verwandte von Hoya.
- Licht: helles, indirektes Licht passt am besten; zu wenig Licht verlängert die Internodien, starke Sonne hinter Glas hinterlässt schnell Spuren auf den Blättern.
- Wurzelbereich: mag ein epiphytisches Substrat in kleinen Töpfen oder aufgebunden; dichte Erde um die Wurzeln wird schlecht vertragen.
- Gießen: gründlich wässern und das Substrat oder Aufbindematerial danach fast vollständig abtrocknen lassen, bevor du wieder gießt.
- Luftfeuchtigkeit: profitiert von mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit mit Luftbewegung; abgeschlossene, abgestandene Luft erhöht das Fäulnisrisiko.
- Haustiere: gehört zu einer latexführenden Familie; beim Ankauen potenziell reizend, deshalb außerhalb der üblichen Reichweite aufstellen.
Botanisches Profil
Dischidia: botanisches Profil ameisenassoziierter epiphytischer Kletterpflanzen
Dischidia ist eine Gattung epiphytischer Kletterpflanzen aus Apocynaceae (Unterfamilie Asclepiadoideae, Tribus Marsdenieae), beschrieben von Robert Brown im Jahr 1810. Der Name bezieht sich auf ein „in zwei Teile Geteiltes“ und verweist auf Strukturen in Krone oder Nebenkrone. Anerkannt werden je nach Bearbeitung etwa 80–130 Arten; viele bilden klassische Ameisenpflanzen mit umgebildeten Blättern und eng anliegendem Schindelwuchs. Dischidia nummularia wird in mehreren modernen Bearbeitungen als Typusart geführt.
- Ordnung: Gentianales
- Familie: Apocynaceae
- Tribus: Marsdenieae (Asclepiadoideae)
- Gattung: Dischidia R.Br.
- Typusart: Dischidia nummularia R.Br.
- Chromosomen: Chromosomendaten sind noch unvollständig; verfügbare Plastom- und Genomstudien stellen Dischidia eng zu Hoya, wo meist 2n-Zahlen um 22–32 vorkommen.
Verbreitung und Habitat: Heimisch im tropischen und subtropischen Asien bis in den westlichen Pazifik, von Indien und Sri Lanka über Indochina, Südchina und Malesien bis nach Neuguinea, in den Norden Australiens und auf verstreute pazifische Inselgruppen. Dischidia-Arten wachsen überwiegend epiphytisch auf Baumstämmen und Ästen in immergrünen oder saisonalen Wäldern, oft in enger Nachbarschaft zu baumbewohnenden Ameisennestern; manche kommen auch epilithisch auf Felsen vor.
- Lebensform: Schlanke, oft hängende oder rankende epiphytische Kletterpflanzen mit zahlreichen Adventivwurzeln, die sich in Rinde, Moospolstern oder Ameisennestern verankern.
- Blattstellung: Die Blätter stehen meist gegenständig; bei vielen Arten entwickeln sich neben den normalen Blättern spezialisierte, urnenartige oder dicht anliegende, dachziegelartige Blätter, die Hohlräume für Wurzeln und Ameisenmaterial schaffen.
- Blattgröße: Bei vielen kultivierten Arten meist 1–5 cm lang, manche tragen jedoch größere, breitere Spreiten oder je nach Ökologie stark reduzierte, schuppenartige Blätter.
- Textur und Farbe: Von dünnen, weichen Spreiten bis zu dicken, lederigen oder sukkulenten Blättern; farblich meist Grüntöne, gelegentlich bereift oder gemustert, mit wachsiger Cuticula, die zeitweises Abtrocknen gut verträgt.
- Auffällige Anpassung: Myrmekophytische Strukturen wie Urnen, blasig aufgewölbte Blätter oder schindelartig anliegende Spreiten schaffen geschützte Räume, in denen sich organisches Material sammelt und Ameisen leben. So erhalten Dischidia-Wurzeln in eigentlich nährstoffarmen Kronenhabitaten konzentrierte Nährstoffe.
Blütenstand und Frucht: Kleine Dolden oder Büschel sternförmiger Blüten erscheinen aus den Blattachseln, oft in cremefarbenen, gelben, rosafarbenen oder grünlichen Tönen und mit der für Asclepiadoideae typischen Nebenkrone. Die Früchte sind paarige Balgfrüchte, die sich einseitig öffnen und zahlreiche geschopfte Samen freisetzen, die mit Luftströmungen neue Wirtsäste erreichen.
Details & Pflege
Dischidia – Pflege- und Kaufratgeber
Dischidia im modernen Zimmerdschungel
Dischidia gehört zur selben Familie wie Hoya, wirkt aber etwas schlanker und leichter. Dünne Ranken ziehen sich durch Regale oder hängen in weichen Vorhängen herab, die Blätter bleiben klein und ordentlich, und manche Arten bilden taschenartige Blätter, in denen sich Material sammelt. In engen Bereichen oder gemischten Epiphytenarrangements bringt Dischidia Struktur hinein, ohne zu einer schweren buschigen Masse zu werden.
Sieh Dischidia eher als kompakten kletternden Epiphyten denn als klassische Topfpflanze. Sie will Luft an den Wurzeln, festen Halt für die Ranken und einen Gießrhythmus, der gründlich durchnässt und das Ganze danach wieder ausatmen lässt.
Wie Dischidia in der Natur lebt – und warum Töpfe sie oft irritieren
In der Natur verankern sich Dischidia-Arten auf Baumrinde, Ästen oder Felsen, vor allem in tropischem Asien bis in den Pazifikraum. Die Wurzeln laufen durch Blattreste, Moos und kleine Taschen aus organischem Material, die nach Regen schnell abtrocknen. Arten mit Taschen- oder Becherblättern sammeln dort herabfallendes organisches Material und treiben feine Wurzeln hinein, um zusätzliche Nährstoffe zu erschließen.
Ein Topf verändert das radikal. Je mehr sich ein Gefäß wie ein schwerer festhängender Erdklumpen verhält, desto weniger erkennt Dischidia es als „Zuhause“ an. Deine Aufgabe in Innenräumen ist es, diesen lockeren, lückigen Waldmulm nachzuahmen: dünne Schichten, die sich durchfeuchten lassen und danach mit viel Luft zwischen den Partikeln wieder abtrocknen.
Drei unverhandelbare Regeln fĂĽr Dischidia-Wurzeln
- Erst Luft, dann Wasser: Jedes Substrat fĂĽr Dischidia muss offen bleiben. Bau es aus Rinde oder Kokoschips plus mineralischen Bestandteilen wie Perlit, Bims oder Lavagranulat auf, mit nur wenig feinem Material. Wenn eine Handvoll beim ZusammendrĂĽcken zu einem festen Klumpen wird, ist die Mischung zu dicht.
- Einmal vollständig tränken, dann wirklich abtrocknen lassen: Während aktiven Wachstums wird das Substrat komplett durchfeuchtet, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft. Danach lässt du es in Ruhe, bis der Topf deutlich leichter ist und die obere Hälfte der Mischung trocken wirkt. Ständiges Nachgießen in kleinen Mengen hält die Wurzeln in einem sauren, sauerstoffarmen Zustand.
- Kleiner Topf, schnelle Mischung: Dischidia braucht keine großen, tiefen Gefäße. Flache, eher enge Töpfe oder Gitterkörbe mit sehr schnell abtrocknender Mischung sind leichter zu steuern als große, schwere Behälter. Wenn du die Logik hinter Topfgröße und Wasserverhalten besser verstehen willst, lohnt sich unser Ratgeber zu Zimmerpflanzensubstraten lohnt sich.
Licht und Klima, die Dischidia kompakt halten
In Innenräumen wächst Dischidia am besten dort, wo das Licht für viele Blattschmuckpflanzen fast schon „zu gut“ wirkt. Stell sie an helle Fenster, an denen du tagsüber bequem lesen könntest, ohne eine Lampe einzuschalten. Sanfte Morgen- oder späte Nachmittagssonne ist nach Eingewöhnung meist willkommen; harte gebündelte Mittagssonne direkt am Glas nicht.
Lichtprobleme zeigen sich klar. Lange kahle Triebabschnitte mit Blättern nur an den Spitzen bedeuten deutlich zu wenig Licht. Ausgeblichene Flecken oder trockene Ränder auf der Sonnenseite zeigen, dass der Sprung in starke Sonne zu abrupt war. Wenn du deine Fenster sauber einordnen willst, hilft unser Ratgeber zu hellem indirektem Licht mit einfachen Tests für jede Ausrichtung.
Temperaturmäßig fühlt sich Dischidia meist bei etwa 18 bis 25 °C wohl, nachts gern etwas kühler. Kaltes nasses Substrat ist gefährlicher als kurze kühle Luftzüge. Bei der Luftfeuchtigkeit funktioniert alles von normaler Zimmerluft aufwärts, solange das Gießen berücksichtigt, wie schnell die Mischung abtrocknet. Sehr trockene Luft zusammen mit starkem Licht beschleunigt Schrumpfen und Schädlingsdruck; etwas höhere Luftfeuchtigkeit und leichte Luftbewegung helfen, sind aber kein Grund, die Wurzeln ständig nass zu halten.
GieĂźen und Substrate fĂĽr epiphytische Dischidia
Wenn die Ranken feste Blätter tragen und frisches Wachstum sichtbar ist, sieh Gießen als bewussten Vorgang statt als schnelles Anfeuchten. Stell die Pflanze ins Waschbecken oder in die Dusche, sättige das Substrat vollständig, lass alles komplett ablaufen und bring den Topf dann an seinen hellen Platz zurück. Warte bis der Topf klar leichter ist und die obere Schicht trocken wirkt, bevor du wieder gießt. Unser ausführlicher Gießratgeber erklärt, warum dieses Prinzip „einmal ganz durchfeuchten, dann wieder abtrocknen lassen“ für epiphytische Wurzeln sicherer ist als ständige kleine Nachgüsse.
Ein passendes Dischidia-Substrat erinnert eher an eine feine Orchideen- oder Hoya-Mischung als an normale Blumenerde. Kombiniere Kokoschips oder feine Orchideenrinde mit Perlit, Bims oder Lavagranulat und ergänze nur so viel feineres Material, dass das Wasser nicht einfach durchrauscht. Aufgebundene Pflanzen oder sehr offene Körbe trocknen schnell ab und brauchen unter Umständen häufigere Tauchgänge, das Risiko für Fäulnis sinkt aber deutlich im Vergleich zu dichten Töpfen.
Wie Dischidia mit der Zeit wächst, verzweigt und Dünger nutzt
Dischidia-Ranken sind dünn, gegliedert und anpassungsfähig. Sie haken sich an Nachbarpflanzen, Draht, Kork oder Regalen fest und verzweigen aus älteren Knoten, wenn du sie schneidest oder entspitzt. Dadurch lässt sie sich leicht formen: Kürze Triebe, die zu weit gelaufen sind, und hinter jedem Schnitt folgen meist neue Seitentriebe, die Lücken füllen.
Stecklinge bewurzeln sehr leicht. Abschnitte mit ein paar Knoten, die in luftiges feuchtes Substrat gesteckt oder auf feuchtes Sphagnum gelegt werden, bilden bei ausreichend Wärme und Licht meist schnell Wurzeln. Ist die Pflanze etabliert, reicht eine leichte Düngung, während sie neues Grün aufbaut. Eine schwache Gabe ausgewogenen Flüssigdüngers alle paar Wassergaben genügt, wenn die Wurzeln in einer mageren, gut strukturierten Mischung sitzen. Starke Düngung bei verbrauchtem oder verdichtetem Substrat zeigt sich eher in verbrannten Rändern und mattem Wuchs als in besseren Ranken; wenn du die Grundlagen auffrischen willst, hilft unser Ratgeber zum Düngen von Zimmerpflanzen weiter.
Latexsaft und Haustiersicherheit
Dischidia führt wie viele Hundsgiftgewächse milchigen Latex in Trieben und Blättern. Genaue Daten zur Toxizität einzelner Zierarten sind begrenzt, aber Latex und andere Inhaltsstoffe können Maul und Verdauung reizen, wenn daran gekaut wird, und empfindliche Haut irritieren.
Sicherheitshalber behandelst du Dischidia für Haustiere und Kinder nach dem Prinzip „nicht essen“. Hänge rankende Töpfe so hoch, dass Gewohnheitsknabberer nicht an die Triebe kommen, vermeide Saftkontakt mit Augen oder verletzter Haut beim Schneiden und wasch dir nach frischen Schnitten die Hände. Wer auf Latex empfindlich reagiert, sollte besonders vorsichtig sein.
So verhält sich neue Dischidia im ersten Monat zu Hause
Frisch verschickte Dischidia wirkt oft etwas eingefallen: ein paar gelbe Blätter an der Basis, leicht schrumpelige Spitzen oder einzelne abgebrochene Segmente vom Transport im Karton. Das ist eher kosmetisch als strukturell. Entscheidend ist unter der Oberfläche: Die Wurzeln sollten fest sein und das Substrat weder sauer noch sumpfig riechen.
Bei der Ankunft entscheidest du zuerst, ob das Substrat nass oder trocken ist. Fühlt es sich schwer und kühl an, warte mit Wasser, bis es deutlich weiter abgetrocknet ist, und prüfe, ob die Abzugslöcher frei sind. Ist der Topf sehr leicht und das Substrat klar trocken, gib einmal eine gründliche Wassergabe, lass alles vollständig ablaufen und stell die Pflanze dann in helles Licht, während sie sich neu einreguliert. Sofort umzutopfen lohnt sich nur, wenn die vorhandene Mischung sichtbar zusammenfällt oder über viele Tage Wasser hält.
Häufige Dischidia-Fehler und wie du sie behebst
- Ranken werden dünn und tragen Blätter nur noch an den Enden: Das Licht ist zu schwach oder zu weit weg. Stell Dischidia nah an ein helles Fenster oder unter eine gute LED und schneide vergeilte Partien zurück, damit sie weiter unten wieder verzweigt.
- Blätter verlieren Spannung und schrumpeln, während der Topf sehr leicht ist: Normale Austrocknung, die zu lange gedauert hat. Einmal gründlich durchfeuchten und danach die Abstände zwischen den Wassergaben verkürzen, dabei aber das Prinzip aus Durchfeuchten und Abtrocknen beibehalten.
- Gelbe Blätter entlang mehrerer Ranken bei schwerem, kühlem Substrat: Die Wurzeln sitzen in sauerstoffarmen Bedingungen. Topf die Pflanze aus, entferne weiche Wurzeln, setze sie in eine deutlich luftigere Mischung und passe das Gießen so an, dass der Topf zwischen den Wassergaben wirklich abtrocknen kann. Eine strukturierte Checkliste findest du in unserem Ratgeber zu Wurzelfäule.
- Klebrige Stellen, watteartige Nester oder schildartige Buckel auf Blättern und Trieben: Klassischer Befall mit Wollläusen oder Schildläusen in engen Knoten und auf Blattunterseiten. Isoliere die Pflanze, wisch betroffene Bereiche ab und folge den Schritten in unserem Ratgeber zum Erkennen und Behandeln von Schädlingen an Zimmerpflanzen.
- Ganze Abschnitte kollabieren nach einer kalten Phase von der Basis aus: Dahinter steckt meist die Kombination aus Kälte und nassem Substrat. Rette gesunde Triebspitzen als Stecklinge in frischer eher trockener Mischung, stell die Pflanze wärmer und gieße erst wieder großzügig, wenn neue Wurzeln und Blätter sichtbar sind.
Zurück nach oben Bau dir eine helle, luftige Epiphyten-Ecke, wähle deine liebsten Dischidia-Ranken aus unserem Sortiment und lass sie sich durch deine Sammlung ziehen ↑
Häufige Fragen zu Dischidia
Ist Dischidia eine sukkulente Pflanze?
Ja, aber keine Wüstensukkulente. Dischidia ist eine anerkannte Gattung hängender, kletternder oder windender sukkulenter Epiphyten. Sie speichert also Wasser in ihren fleischigen Blättern, braucht aber trotzdem luftige Wurzeln und eine sehr durchlässige Kultur.
Wie viel Licht braucht Dischidia in der Wohnung?
Helles gefiltertes oder helles indirektes Licht ist die sicherste Grundregel. Etwas direkte Sonne kann in manchen Wohnungen funktionieren, aber harte Mittagssonne überhitzt die Blätter eher und trocknet die Wurzeln zu schnell aus.
Wie oft solltest du Dischidia gieĂźen?
Lass das Substrat fast ganz abtrocknen, bevor du wieder gießt, meist ungefähr 70–90 %. Dischidia kommt mit kurzen Trockenphasen deutlich besser zurecht als mit dauerhaft nassen Wurzeln.
Kann Dischidia in normaler Blumenerde wachsen?
Auf Dauer eher nicht. Dischidia wächst besser in einem lockeren, sehr durchlässigen Substrat für epiphytische Pflanzen, weil dichte Standarderde um Wurzeln, die viel Luft brauchen, zu lange nass bleibt.
Warum fault meine Dischidia?
Meist, weil die Wurzeln zu lange nass geblieben sind. Schweres Substrat, häufiges Gießen, schlechte Drainage und abgestandene Luft sind die typischen Wege in die Fäulnis.
Zeitlich begrenzte Rabatte, Extras und Set-Angebote fĂĽr Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten.
Sammle mit jedem Einkauf Punkte und löse sie später gegen Rabatte auf deine nächste Pflanzenbestellung ein.
Schenk deinen Freundinnen und Freunden 10 € Rabatt und bekomme dafür 200 Foliage Points.
Nutze deinen 10-%-Willkommenscode fĂĽr Pflanzen und Pflegeprodukte, wenn du bereit bist zu bestellen.






















