Schismatoglottis
Schismatoglottis sind Aronstabgewächse aus Tieflandwäldern mit kompaktem Wuchs und oft silbrig gezeichneten Blättern, die in feuchten Umgebungen mit sanftem Licht besonders gut zur Geltung kommen. Im Innenraum verhalten sie sich eher wie Bewohner von Terrarien oder Paludarien als wie klassische Zimmerpflanzen und brauchen konstante Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßig feuchte, sehr luftige Substrate.
Schismatoglottis ist wunderschön, wenn das Umfeld stimmt, aber keine Pflanze für ein offenes, trockenes Fensterbrett und eine beiläufige Gießroutine. Lockere, faserige Substrate oder flache Mischungen, die Feuchtigkeit halten und trotzdem viel Sauerstoff an die Wurzeln lassen, liefern meist deutlich bessere Ergebnisse als normale Blumenerde. Hohe Luftfeuchtigkeit ist nur ein Teil der Sache; Wurzelsauerstoff und stabile Wärme sind genauso wichtig. Wenn diese Balance passt, haben die Blätter eine Tiefe und Feinheit, die robustere, aber weniger elegante Tropenpflanzen kaum erreichen.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Araceae (Aronstabgewächse)
Schismatoglottis
Auf einen Blick
Schismatoglottis: Aronstabgewächs aus Tieflandhabitaten für Terrarien & Paludarien
- Einsatz: kompaktes, bodennah wachsendes Aronstabgewächs mit strukturierter oder silbrig gezeichneter Blattoberfläche; ideal für Vorder- oder Mittelgrund in feuchten Pflanzungen.
- Licht: wenig bis sanft mittleres Licht; hell genug, damit die Zeichnung sichtbar bleibt, aber keine direkte Sonne auf die Blätter.
- Gießen: mag gleichmäßige, leichte Feuchtigkeit; die Oberfläche darf gerade ihren Glanz verlieren, aber nie hart austrocknen und nie in stehendem Wasser stehen.
- Substrat: bevorzugt lockere, faserige Mischungen oder Paludariumtaschen mit Blattstreu und feiner Rinde, die feucht bleiben, aber Luft an die Wurzeln lassen.
- Klima: braucht gleichmäßige Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit mit etwas Luftbewegung; kühle, trockene oder zugige Räume sind auf Dauer ungeeignet.
- Toxizität: wie viele Aronstabgewächse reizend beim Ankauen; außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern aufstellen.
Botanisches Profil
Schismatoglottis: botanisches Profil südostasiatischer Unterwuchs-Aronstabgewächse
Schismatoglottis ist eine Gattung kleiner bis mittelgroßer Aronstabgewächse in Araceae (Tribus Schismatoglottideae), die Zollinger und Moritzi 1846 beschrieben haben. Früher nahm man mehr als 200 Taxa an; neuere phylogenetische und morphologische Arbeiten fassen die Gattung enger und erkennen heute rund 70 Arten an.
- Ordnung: Alismatales
- Familie: Araceae
- Tribus: Schismatoglottideae
- Gattung: Schismatoglottis Zoll. & Moritzi
- Typusart: Schismatoglottis calyptrata (Roxb.) Zoll. & Moritzi
- Chromosomen: Die zytologischen Daten sind begrenzt, deuten aber auf somatische Zahlen hin, die grob im Bereich anderer Schismatoglottideae liegen, mit mittleren Polyploidiegraden.
Verbreitung und Lebensraum: Schismatoglottis ist vor allem in immerfeuchten Tiefland- und unteren Bergwäldern Südostasiens verbreitet, besonders auf Borneo; weitere Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel, Sumatra, den Philippinen, in Neuguinea und angrenzenden Regionen vor. Sie wachsen meist im schattigen, feuchten Unterwuchs auf humusreichen Böden, an Bachufern oder auf nassen Felsen.
- Lebensform: Stolonenbildende oder horstige, ausdauernde Kräuter mit kurzen, oft hapaxanthischen Sprossen, die nur einmal blühen und anschließend durch neues Wachstum von der Basis ersetzt werden.
- Blattansatz: Die Blattstiele entspringen einer kriechenden Achse und tragen meist herzförmige, pfeilförmige oder elliptische Spreiten; anders als bei Homalomena riechen die Blätter beim Zerreiben nicht deutlich aromatisch.
- Blattgröße: Die Spreiten sind meist 5–25 cm lang, bei manchen Arten in tiefen, ungestörten Streuschichten auch größer.
- Textur und Farbe: Glatte bis leicht bullate Blattoberflächen in verschiedenen Grüntönen, teils mit silbriger Zeichnung oder Musterung; die Oberflächen sind auf hohe Luftfeuchte und geringe Luftbewegung unter geschlossenem Kronendach angepasst.
- Auffällige Anpassung: Der hinfällige obere Teil der Spatha, der nach der Anthese als Ganzes abgeworfen wird, ist ein wichtiges Diagnosemerkmal und kann in ständig nassen Lebensräumen die Besiedlung der sich entwickelnden Früchte durch Pilze verringern.
Blütenstand und Früchte: Kurze, oft bodennahe Kolben mit schützender Spatha erscheinen nahe der Pflanzenbasis; der obere Teil der Spatha fällt früh ab und hinterlässt einen Kragen um den Kolben. Die entstehenden Fruchtstände tragen dicht sitzende Beeren mit mehreren Samen.
Details & Pflege
Schismatoglottis: Bodengewächse aus Borneo für Terrarien und Paludarien
Schismatoglottis: Struktur vom Waldboden für Terrarien und schattige Pflanzenecken
Schismatoglottis ist eine kompakte Gattung aus der Familie der Aronstabgewächse aus den feuchten Tropen Südostasiens und Neuguineas. Die meisten Arten stammen aus Borneo und benachbarten Inseln. In der Natur wachsen diese Pflanzen als niedrige, oft lückige Teppiche an schattigen Hängen, an Bachufern oder sogar auf Felsen, die von schnell fließendem Wasser umspült werden. Die Rosetten und kurzen kriechenden Triebe tragen erstaunlich strukturierte Blätter – von glänzenden, paddelförmigen Formen bis zu stark bullaten Typen mit silbrigen Adern, die bei wenig Licht besonders auffallen.
Im Unterschied zu den nah verwandten Homalomena duften Schismatoglottis-Blätter meist nicht auffällig. Außerdem bleiben sie in Höhe und Ausbreitung oft moderat, was sie ideal für Terrarien, Paludarien und die dunkleren Ebenen einer Zimmerpflanzensammlung macht, in denen größere Aronstabgewächse schnell zu groß würden.
Passt Schismatoglottis zu deinen Bedingungen?
- Eine sehr gute Wahl ist Schismatoglottis, wenn: du stabile Wärme, weiches bis mittleres Licht und ein konstant leicht feuchtes, aber luftiges Substrat bieten kannst – zum Beispiel in einem Terrarium, Paludarium oder an einem geschützten Platz ohne direkte Sonne.
- Schwierig wird es, wenn: dein Standort sehr hell und trocken ist oder du stark gießt und Töpfe dann kalt und nass stehen lässt. Schismatoglottis verträgt weder längere Trockenheit noch saures, stehendes, dauerhaft nasses Substrat.
- Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf Art und Wuchsform: Manche Arten wie Schismatoglottis prietoi tolerieren oder mögen sogar schnell bewegtes Wasser und passen gut ins Paludarium. Andere wachsen streng terrestrisch und wollen eine lockere, humusreiche Mischung, die nie komplett austrocknet.
Schismatoglottis in der Natur: schattige Hänge und Bachränder
Die meisten Schismatoglottis-Arten wachsen am Waldboden oder an Felsen und Stammbasen in feuchten Regenwäldern niedriger bis mittlerer Höhenlagen. Das Licht fällt dort nur gefiltert durch mehrere Kronenschichten, direkte harte Sonne bekommen sie kaum. Das Substrat besteht oft aus Blattstreu, Humus und feinen mineralischen Partikeln über Fels oder verdichtetem Boden. Es wird regelmäßig von Regen oder Sickerwasser durchspült, trocknet aber trotzdem schnell genug wieder ab. Rheophytische Arten wie Schismatoglottis prietoi sind an saisonale Überflutung und starke Wasserbewegung angepasst und verankern sich in grobem Sand, Kies oder Spalten.
Zu Hause solltest du genau diese Bedingungen grob nachbauen: kühl bis warm, hohe Luftfeuchtigkeit, sanfte Luftbewegung und ein Substrat, das leicht bis mäßig feucht bleibt, ohne zu stehen. Ein helles, aber schattiges Terrarium oder die geschützte untere Hälfte eines Pflanzenregals passt oft sehr gut.
Schismatoglottis und Licht: kühler Schatten statt harter Sonne
Als echte Unterwuchs-Pflanzen bevorzugt Schismatoglottis wenig bis mittleres Licht. Stell sie an einen Platz mit hellem Schatten oder sehr weichem, gefiltertem Licht – zum Beispiel etwas entfernt von einem Ost- oder Nordfenster oder auf ein Regal mit viel Umgebungslicht, aber wenig bis keiner direkten Sonne. Unter solchen Bedingungen bleiben Farbe und Struktur der Blätter erhalten und neuer Austrieb erscheint kompakt und stabil.
Ist es zu dunkel, werden Blattstiele länger, Blätter kleiner und seltener, und Zeichnungen wirken stumpfer. Zu viel direkte Sonne, besonders durch Glas, verbrennt die dünnen Blattflächen schnell und hinterlässt helle oder braune Flecken. Wenn du unsicher bist, ob dein Platz noch als heller Schatten durchgeht, vergleiche ihn lieber mit unserem Leitfaden zu hellem indirektem Licht, statt auf erste Verbrennungen zu warten.
Schismatoglottis: Wurzeln, Wasser und Substrat
Schismatoglottis bildet kurze, kriechende Rhizome mit feinen, verzweigten Wurzeln, die sich durch lockeres organisches Material arbeiten. Rund um die Wurzeln braucht die Pflanze dauerhaften Zugang zu Feuchtigkeit und Sauerstoff. Schwere, verdichtete Blumenerde, die tagelang nass bleibt, bringt sie besonders schnell aus dem Gleichgewicht.
Verwende eine lockere, feuchtigkeitsspeichernde Mischung – zum Beispiel ein torffreies Zimmerpflanzensubstrat, aufgelockert mit feiner Pinienrinde, Kokoschips und etwas Bims oder Lavagranulat. Für Paludarien wird Schismatoglottis oft in flachen, groben Sand oder feinen Kies mit etwas Blattmaterial gesetzt, sodass Wasser frei hindurchfließen kann. In geschlossenen Becken mit hoher Luftfeuchtigkeit sieht die Oberfläche oft nie ganz trocken aus. Achte dann eher darauf, wie federnd das Substrat wirkt und wie schnell Topf oder Pflanzbereich zwischen den Wassergaben leichter werden.
Gieß nicht nach Kalender, sondern danach, wie sich das Substrat verhält. Die oberste Schicht darf ihren Glanz verlieren und sich gerade eben trocken anfühlen, darunter sollte es aber noch kühl und leicht feucht sein. Wenn du gießt, dann gründlich, und lass überschüssiges Wasser immer ablaufen. Dauerhafte Nässe ohne Luftbewegung führt schnell zu weichen, braunen Rhizomen und saurem Geruch. Wenn du Fäulnis vermutest, nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf, entferne alles Matschige und setze sie in frisches, luftigeres Substrat. Die einzelnen Schritte findest du in unserem Leitfaden gegen Wurzelfäule.
Wenn du besser verstehen willst, wie sich Feuchtigkeit und Luft im Topf gegenseitig beeinflussen, lies unseren Gießleitfaden für Zimmerpflanzen – die Grundprinzipien lassen sich direkt auf Schismatoglottis und andere Aronstabgewächse vom Waldboden übertragen.
Schismatoglottis: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung
Schismatoglottis wächst warm. Die meisten Arten fühlen sich bei etwa 20 bis 28 °C am wohlsten. Kurze Phasen etwas darunter werden meist toleriert, wenn das Substrat eher trocken bleibt. Kühles, nasses Substrat ist dagegen einer der häufigsten Auslöser für plötzlichen Zusammenbruch. In normalen Wohnungen solltest du die Pflanzen nicht direkt an kalte Winterfenster, in zugige Durchgänge oder auf ungedämmte Fensterbänke stellen.
Hohe, gleichmäßige Luftfeuchtigkeit von etwa 60–80 % macht vor allem bei Arten mit dünnen oder stark strukturierten Blättern einen deutlichen Unterschied. In trockenen Räumen werden Ränder schnell knusprig, Spitzen braun oder neue Blätter verformen sich. Ein geschlossenes oder halb geschlossenes Terrarium, ein Paludarium oder zumindest ein geschützter Platz mit Luftbefeuchter in der Nähe funktioniert deutlich besser als gelegentliches Besprühen. Egal welche Methode du nutzt: Etwas Luftbewegung sollte immer dabei sein, damit Blätter zwischen den Wassergaben abtrocknen und sich keine Pilzflecken aufbauen. Realistische Zielwerte findest du in unserem Leitfaden zur Luftfeuchtigkeit.
So wächst Schismatoglottis – und so kannst du sie teilen
Die meisten Schismatoglottis wachsen als niedrige Rosetten oder kurze kriechende Horste. Neue Blätter erscheinen an den Spitzen der Rhizome, ältere vergilben nach und nach und lassen sich sauber an der Basis entfernen. Mit der Zeit entstehen dichte Polster oder Horste, die du vorsichtig teilen kannst – zur Vermehrung oder damit der Bestand nicht zu dicht wird.
Zum Teilen wartest du am besten auf aktives Wachstum und darauf, dass der Horst mehrere klare Wachstumspunkte hat. Heb die Pflanze heraus, spüle altes Substrat ab oder löse es vorsichtig und trenne dann mit sauberer Schere oder Messer einzelne Stücke ab. Jedes Teilstück sollte ein Stück Rhizom und mindestens ein paar gesunde Blätter haben. Setze die Teilstücke in frisches, leicht feuchtes Substrat, halte sie schattig und gleichmäßig feucht und störe sie danach erst wieder, wenn neue Wurzeln und Blätter deutlich sichtbar sind.
Schismatoglottis und Haustiere
Wie die meisten Aronstabgewächse enthält auch Schismatoglottis nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle und weitere reizende Stoffe. Werden Blätter oder Triebe angekaut, kann das im Mund- und Rachenraum Brennen verursachen und bei Haustieren oder Kindern zu Speichelfluss oder Schwellungen führen.
Behandle Schismatoglottis deshalb nur als Zierpflanze. Stell sie so auf, dass neugierige Tiere und kleine Kinder nicht leicht an die Blätter kommen, und entsorge Schnittgut, statt es auf dem Substrat liegen zu lassen. Nach Teilen oder Umtopfen solltest du dir die Hände waschen und dir nicht in die Augen fassen.
Was dir bei Schismatoglottis nach der Ankunft auffallen kann
Transportstress und wechselnde Luftfeuchtigkeit lassen Schismatoglottis bei der Ankunft oft etwas müde wirken. Ein paar gelbe oder leicht durchscheinende Blätter, schlaffe Blattstiele oder kleine Druckstellen von der Verpackung sind normal und meist einfach Versandspuren, kein Grund zur Panik.
Pack die Pflanze vorsichtig aus und stell sie direkt an ihren vorgesehenen kühlen Platz mit hellem Schatten. Für Terrarien oder Paludarien kannst du sie erst ein bis zwei Tage im Topf im Becken stehen lassen, bevor du sie einsetzt, damit sie sich an Luftfeuchtigkeit und Temperatur anpassen kann. Prüfe die Feuchte im Wurzelbereich: Ist das Substrat sehr trocken und leicht, gieße gründlich und lass alles gut ablaufen. Fühlt es sich noch gleichmäßig feucht an, warte lieber ein paar Tage. Direktes Umtopfen oder Teilen solltest du vermeiden – gib der Pflanze erst ein paar Wochen Zeit, sich festzusetzen und wieder sichtbar zu wachsen. Mehr zur Eingewöhnung findest du in unserem Leitfaden zur Eingewöhnung.
Schismatoglottis Probleme schnell einordnen
- Blätter werden durchscheinend und kippen an der Basis um: Das deutet meist auf Wurzel- oder Rhizomfäule durch anhaltende Nässe in schlecht belüftetem Substrat hin. Nimm die Pflanze heraus, entferne alles Weiche, erneuere das Substrat und halte die Pflanze danach nur leicht feucht, bis kräftiger neuer Austrieb erscheint.
- Blasse, gestreckte Blätter mit langen Stielen: Das Licht ist zu schwach. Stell die Pflanze etwas näher an ein helles, aber schattiges Fenster oder an eine sanfte Zusatzbeleuchtung – ohne direkte Sonne.
- Braune, knusprige Ränder oder verbrannt wirkende Flecken: Dahinter stecken oft zu viel direkte Sonne oder sehr trockene Luft. Rück die Pflanze tiefer in den Schatten, erhöhe die Luftfeuchtigkeit und achte darauf, dass das Substrat nicht ständig zwischen klatschnass und komplett trocken schwankt.
- Langsames oder stehendes Wachstum trotz gutem Licht und passender Feuchte: Das Substrat kann verbraucht oder zu dicht geworden sein. Topfe in eine frischere, lockere Mischung in einen flachen Topf oder eine flache Pflanztasche um und beginne wieder moderat zu düngen, sobald neuer Austrieb erscheint. Grundsätze dazu findest du in unserem Leitfaden zum Düngen für Einsteiger.
- Gesprenkelte Blätter, feine Gespinste oder verformter Neuaustrieb: Das kann auf saugende Schädlinge wie Spinnmilben oder Thripse hindeuten. Kontrolliere Vorder- und Rückseiten der Blätter, spüle die Pflanze vorsichtig ab und starte frühzeitig eine passende Behandlung.
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Häufige Fragen zu Schismatoglottis
Was ist Schismatoglottis als Zimmerpflanze eigentlich?
Die meisten Schismatoglottis werden im Zimmerpflanzenbereich wegen ihrer gemusterten Blätter und ihres kompakten, bodennahen Wuchses gehalten und nicht als Kletterpflanzen.
Bleibt Schismatoglottis meist kompakt?
Die gängigen Arten für Innenräume meist ja. Sie werden in der Regel wegen ihres kompakten, horstigen Wuchses ausgewählt und nicht, weil sie ranken oder an einer Stütze hochwachsen.
Welches Licht braucht Schismatoglottis drinnen?
Mittleres bis helles indirektes Licht ist der sicherste Bereich. Pralle direkte Sonne hinterlässt auf den Blättern eher Schäden, als dass sie der Pflanze hilft.
Wie gießt man Schismatoglottis richtig?
Gieße, wenn ungefähr die oberen 15–25 % des Topfs abgetrocknet sind, und halte sie in kühleren oder dunkleren Phasen etwas trockener. Das Substrat sollte luftig bleiben, und die Wurzeln sollten nicht in abgestandenem nassem Substrat sitzen.
Warum vergilben die Blätter von Schismatoglottis oder fallen am Ansatz in sich zusammen?
Meist durch zu nasses Substrat, Kältestress oder Schäden an der Krone. Sie mag gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine dauerhaft nassen, schlecht belüfteten Wurzeln.
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