Spathiphyllum (Einblatt)
Spathiphyllum verbindet glänzende mittelgrüne Blätter mit wiederkehrenden weißen Spathen in Räumen mit wenig bis mittlerem Licht. Im Innenraum verhält sich die Gattung wie ein tolerantes, horstbildendes Aronstabgewächs, das eine vergessene Wassergabe gelegentlich verzeiht, aber trotzdem ein gleichmäßig leicht feuchtes, gut belüftetes Substrat und Schutz vor tiefem Schatten oder harter Sonne braucht.
Spathiphyllum ist eine verlässliche Wahl, wenn du Blätter und Blüten in einer Pflanze willst, ohne einer heiklen Blühpflanze hinterherzulaufen. Mit brauchbarem Licht und gleichmäßiger Feuchtigkeit kann die Gattung deutlich mehr, als ihr Ruf als Dunkel-Ecken-Pflanze vermuten lässt. Mittleres Licht in Fensternähe hält sowohl Blätter als auch Blüten meist deutlich sauberer als ein wirklich dunkler Standort, besonders wenn der Topf gut durchwurzelt ist.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Araceae (Aronstabgewächse)
Spathiphyllum (Einblatt)
Auf einen Blick
Spathiphyllum: schnelle Orientierung für blühfreudige Schattenpflanzen
- Charakter: horstig wachsende Aronstabgewächse mit glänzenden Blättern und weißen Hochblättern auch in lichtärmeren Räumen.
- Licht: wenig bis mittel, indirekt; sehr dunkle Standorte bremsen die Blüte, direkte Sonne hinter Glas verbrennt die Blätter.
- Gießen: Substrat gleichmäßig feucht halten, nur die Oberfläche darf antrocknen; häufiges starkes Welken oder dauerhafte Nässe verkürzt die Lebensdauer.
- Substrat: bevorzugt lockeres Zimmerpflanzensubstrat mit guter Belüftung statt dichter, kompakter Erde.
- Klima: gedeiht bei gleichmäßiger Wärme und mittlerer Luftfeuchte; kalte Zugluft und nasse, kühle Erde verursachen gelbe Blätter.
- Giftigkeit: enthält Oxalatkristalle; von Haustieren und kleinen Kindern fernhalten, wenn sie an Blättern knabbern.
Botanisches Profil
Spathiphyllum: botanisches Profil für Einblatt-Arten
Spathiphyllum ist eine Gattung krautiger, immergrüner Aronstabgewächse in Araceae, die H. W. Schott 1832 beschrieben hat. Der Gattungsname bedeutet sinngemäß „Spatha-Blatt“ und bezieht sich auf das auffällige weiße bis grünliche Hüllblatt, das den Kolben begleitet. Anerkannt sind etwa 50 bis 60 Arten; wenige davon, darunter Spathiphyllum wallisii, bilden die Grundlage für die meisten Einblatt-Kultivare im Zimmerpflanzensortiment.
- Ordnung: Alismatales
- Familie: Araceae
- Tribus: Spathiphylleae
- Gattung: Spathiphyllum Schott
- Typusart: Spathiphyllum lanceifolium (Jacq.) Schott
- Chromosomen: Somatische Chromosomenzahlen liegen meist im Bereich von 2n ≈ 26-32; für verschiedene Arten und Kultivare werden häufig 2n = 30 sowie 2n ≈ 28 angegeben.
Verbreitung und Lebensraum: Spathiphyllum kommt vom südlichen Mexiko und Mittelamerika bis in den Norden Südamerikas vor; einige wenige Arten wachsen zudem in Malesien und auf benachbarten pazifischen Inseln. Die Pflanzen besiedeln feuchte Tieflandwälder, Flusstäler, Bachufer und nasse Vorgebirgshänge, meist auf schattigen Waldböden oder entlang periodisch überfluteter Ufer, wo der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht dauerhaft überstaut ist.
- Wuchsform: Horstig wachsende, immergrüne, ausdauernde Kräuter, die aus kurzen, kriechenden Rhizomen oder kompakten, knapp unter der Bodenoberfläche sitzenden Sprossbasen austreiben.
- Blattansatz: Gestielte Blätter in grundständigen Rosetten; die Blattstielbasis umscheidet den unteren Teil der Spreite, die auf stabilen Stielen über dem Substrat gehalten wird.
- Blattgröße: Bei vielen Arten werden die Spreiten 15-50 cm lang und 4-15 cm breit; kräftige Arten und Kultivare können unter idealen Bedingungen über 1 m hoch werden.
- Textur und Farbe: Deutlich geaderte, elliptische bis lanzettliche Spreiten mit mäßig fester, glänzender Oberfläche in Mittel- bis Dunkelgrün; manche Arten und Kultivare zeigen breitere, hellere Mittelrippen oder feine Bänderungen.
- Bemerkenswerte Anpassung: Schattenverträgliche Photosynthese und eine vergleichsweise niedrige Lichtsättigung ermöglichen anhaltendes Wachstum auf dunklen Waldböden und in Innenräumen mit begrenztem Lichtangebot.
Blütenstand und Früchte: Ein kurzer, aufrechter Kolben mit zahlreichen kleinen zwittrigen Blüten wird von einer einzelnen auffälligen Spatha begleitet, die cremig weiß aufblüht und später oft vergrünt. Nach der Bestäubung entwickelt sich der Kolben zu einer kompakten Säule aus eiförmigen Beeren, die über den Blättern ausreifen und im Nahbereich durch Schwerkraft und kleine Tiere verbreitet werden.
Details & Pflege
Spathiphyllum: Einblatt für pflegeleichtere Ecken mit wenig Licht
Spathiphyllum: elegantes Einblatt für schattigere Plätze
Spathiphyllum ist eine kompakte Gattung innerhalb der Aronstabgewächse mit etwa 50–70 Arten. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko und Mittelamerika über den nördlichen Teil Südamerikas bis in Teile Malesiens und des westlichen Pazifiks. In der Natur wachsen diese Pflanzen als krautige Stauden auf schattigen Böden feuchter Wälder und entlang von Flussufern, wo ihre dunklen, glänzenden Blätter und weißen Spathen zwischen der übrigen Vegetation deutlich hervorstechen.
In Kultur ist Spathiphyllum vor allem als Einblatt bekannt – obwohl es mit echten Lilien gar nichts zu tun hat, sondern zu den Aronstabgewächsen gehört, also in dieselbe Familie wie Philodendron und Monstera. Die langen, überhängenden Blätter und die klar weißen Spathen, die oft für Blüten gehalten werden, tatsächlich aber umgebildete Hüllblätter um einen zentralen Kolben sind, sorgen für eine ruhige, architektonische Wirkung, die sich gut in viele Wohnräume einfügt.
Passt Spathiphyllum zu deinen Bedingungen?
- Passt gut, wenn: du einen hellen Platz ohne harte direkte Sonne hast, regelmäßig gießt, ohne zu übertreiben, und eine Pflanze magst, die dir mit leicht hängenden Blättern deutlich zeigt, wann sie Wasser braucht.
- Weniger ideal, wenn: dein Zuhause sehr dunkel oder sehr trocken ist oder du eher zu viel gießt und Töpfe im Wasser stehen lässt. Spathiphyllum verkraftet kurze trockene Phasen, mag aber weder dauerhafte Trockenheit noch dauerhaft nasses Substrat.
- Gut zu wissen: Die meisten verkauften Einblatt-Sorten sind Hybriden aus Spathiphyllum wallisii und verwandten Arten. Kultiviert werden sie wegen Blättern und Spathen, nicht wegen Duft, und sie blühen bei gleichmäßiger Wärme und gutem Licht zuverlässiger als in kühlen, düsteren Ecken. Oft werden sie auch als „luftreinigend“ vermarktet; wenn du wissen willst, was an dieser Behauptung dran ist, lies unsere Beiträge über den Mythos luftreinigender Zimmerpflanzen und ganz allgemein über Mythen rund um Zimmerpflanzenpflege.
Spathiphyllum in der Natur – Waldboden und Flussufer
Im natürlichen Verbreitungsgebiet wächst Spathiphyllum in feuchten Tieflandwäldern, oft in tiefer bis gefilterter Beschattung. Die Pflanzen wurzeln in Streuschichten und feinen organischen Böden in Flusstälern und an periodisch feuchten Hängen, wo Wasser reichlich vorhanden ist, aber kaum stagniert. Häufig bilden sie lockere Gruppen entlang von Bächen und profitieren unter dem Blätterdach von hoher Luftfeuchte und sanfter Luftbewegung.
Wenn du das verstehst, wird die Pflege im Zimmer logischer: Einblatt ist auf gefiltertes Licht, gleichmäßige Feuchtigkeit und warme, feuchte Luft ausgelegt – nicht auf heiße direkte Sonne oder eine trockene, zugige Fensterbank. Weniger ideale Bedingungen hält die Pflanze eine Zeit lang aus, am besten wächst und blüht sie aber, wenn ihr Hintergrund als Waldbewohner berücksichtigt wird.
Licht, Wärme und Luftfeuchte für Spathiphyllum
Spathiphyllum bevorzugt wenig bis mittleres Licht und kommt mit Schatten besser zurecht als viele andere blühende Zimmerpflanzen. Ein Platz etwas entfernt von einem Ost- oder Nordfenster oder weiter zurück an helleren Fenstern hinter einem leichten Vorhang hält die Blätter meist sattgrün und die Spathen weiß. Sehr tiefer Schatten wird zwar überlebt, unterdrückt aber oft die Blüte und führt zu sparrigem, gestrecktem Wachstum. Wenn du ein realistischeres Gefühl für „hell, aber weich“ im Wohnraum bekommen willst, vergleiche deinen Standort mit unserem Leitfaden zu hellem, indirektem Licht und den Beispielen in unserem Artikel über wenig Licht.
Das sind wärmeliebende Pflanzen. Die meisten Einblatt fühlen sich zwischen etwa 18 und 27 °C am wohlsten und mögen weder kalte Zugluft noch Nächte deutlich unter 15 °C. Normale Raumluft reicht meist aus, mit etwas mehr Luftfeuchte wirken die Blätter aber frischer und bekommen seltener braune Spitzen. Mehrere Pflanzen zusammenzustellen oder Spathiphyllum von Heizkörpern und heißer, trockener Luft fernzuhalten bringt deutlich mehr als gelegentliches Besprühen; realistische Zielwerte und Möglichkeiten findest du in unserem Leitfaden zur Luftfeuchte bei Zimmerpflanzen.
Gießen und Substrat für Spathiphyllum
Spathiphyllum hat ein faseriges, flaches Wurzelsystem, das an gleichmäßig feuchte, aber gut belüftete Waldböden angepasst ist. Im Topf reagiert es auf beide Extreme schlecht: Staubtrockenes Substrat lässt die Blätter zusammenfallen, dauerhaft nasse Erde fördert Wurzelfäule. Eine Pflanze, die aus Trockenheit schlapp geworden ist, richtet sich nach gründlichem Gießen oft innerhalb weniger Stunden wieder auf, doch häufiges starkes Welken schwächt sie auf Dauer.
Verwende eine torffreie Standardmischung für Zimmerpflanzen mit etwas Struktur, zum Beispiel ergänzt um feine Rinde oder Bims, damit Wasser frei ablaufen kann. Gieß, wenn die oberen 2–3 cm des Substrats trocken wirken und der Topf leichter geworden ist. Wasser langsam von oben geben, bis es aus den Abzugslöchern läuft, und Untersetzer danach leeren, damit die Wurzeln nicht im angestauten Wasser stehen. Bleibt das Substrat viele Tage nass oder riecht säuerlich, topf die Pflanze aus, schneide braune oder matschige Wurzeln weg und setz sie in eine frische, lockere Mischung; unser Leitfaden zum Gießen von Zimmerpflanzen und unser Leitfaden zu Wurzelfäule erklären das genauer.
Wuchs, Blüte und Düngung bei Spathiphyllum
Spathiphyllum wächst aus kurzen Rhizomen und bildet neue Blätter und Blütenstiele aus der Mitte. Unter guten Bedingungen entstehen dichte Horste von 30–80 cm Höhe, wobei aus dem Zentrum frische Blätter nachschieben, während ältere nach und nach vergilben. Die weißen Spathen bleiben nicht dauerhaft schön; jede umgibt einen zentralen Kolben mit vielen kleinen Blüten, wird dann langsam grün und verblasst. Verblühte Blütenstiele schneidest du unten an der Basis ab, damit die Pflanze ordentlich bleibt und Energie ins neue Wachstum stecken kann.
Diese Aronstabgewächse brauchen nur mäßig viele Nährstoffe. Während aktiven Wachstums und während der Blüte reicht meist gelegentlich ein ausgewogener Flüssigdünger in halber Dosierung. Zu viel Dünger, vor allem bei wenig Licht oder kühlen Bedingungen, kann zu Salzablagerungen im Substrat und damit zu braunen Blattspitzen führen. Besser regelmäßig schwach düngen als selten zu stark. Spathiphyllum blüht oft schlechter, wenn es in einem sehr großen Topf mit viel frischem Substrat steht; leicht durchwurzelte Pflanzen in eher kompakten Gefäßen blühen meist verlässlicher.
Sicherheit und Giftigkeit bei Spathiphyllum
Wie viele Aronstabgewächse enthält Spathiphyllum in Blättern und Stielen unlösliche Kalziumoxalat-Kristalle. Werden sie angekaut, können diese nadelartigen Kristalle Mund und Rachen reizen und bei Haustieren oder Kindern Brennen, Speicheln und manchmal leichte Schwellungen oder Erbrechen auslösen. Schwere Komplikationen sind selten, unangenehm ist es trotzdem.
Behandle Einblatt deshalb besser als Zierpflanze und nicht als etwas Essbares. Stell sie außer Reichweite von Kindern und Tieren, die an Pflanzen knabbern, und entsorge Schnittreste, statt sie auf der Erde liegen zu lassen. Beim Teilen oder Umtopfen ist es sinnvoll, dir danach die Hände zu waschen und nicht in die Augen zu fassen.
Was dir auffallen kann, wenn Spathiphyllum ankommt
Transport und ein neuer Standort können dazu führen, dass Spathiphyllum anfangs etwas mitgenommen aussieht. Ein paar vergilbte untere Blätter oder ein hängender Blütenstiel nach der Reise sind normal. Auch die Blätter können leicht schlaff wirken oder kleine Knicke vom Verpacken zeigen.
Nach dem Auspacken entfernst du lose oder stark beschädigte Blätter und stellst die Pflanze direkt an ihren vorgesehenen hellen, aber schattierten Platz. Prüf ein paar Zentimeter tief im Substrat: Fühlt es sich trocken an, gieß gründlich und lass überschüssiges Wasser ablaufen; ist es noch gleichmäßig feucht, warte ein paar Tage mit dem Gießen. Topf nicht sofort um, außer der Wurzelballen ist klar verdichtet oder vernässt. In den nächsten Wochen sind neue Blätter und ein fester, aufrechter Wuchs das beste Zeichen dafür, dass sich dein Einblatt eingelebt hat. Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden zur Eingewöhnung von Zimmerpflanzen.
Spathiphyllum – schnelle Diagnose bei Problemen
- Die ganze Pflanze welkt, erholt sich aber nach dem Gießen: Das Substrat ist zu stark ausgetrocknet. Gieß zügiger nach, sobald die oberste Schicht trocken ist, damit starkes wiederholtes Welken die Pflanze nicht zusätzlich stresst.
- Untere Blätter werden gelb, obwohl die Pflanze dauerhaft nass steht: Das deutet meist auf zu viel Wasser und Sauerstoffmangel im Wurzelbereich hin. Lass das Substrat vor dem nächsten Gießen leicht antrocknen und erneuere es, wenn es verdichtet oder säuerlich geworden ist; sind die Wurzeln weich und dunkel, geh nach den Schritten aus unserem Leitfaden zu Wurzelfäule vor.
- Braune Spitzen oder Ränder an den Blättern: Oft verursacht durch zu trockene Luft, unregelmäßiges Gießen oder Salzablagerungen aus hartem Leitungswasser oder starkem Dünger. Erhöhe die Luftfeuchte rund um die Pflanze, gieße gleichmäßiger und nutze nach Möglichkeit Regenwasser oder gefiltertes Wasser. Mehr Details findest du in unserem Leitfaden zu braunen Blattspitzen.
- Monatelang keine Blüten: Meist hängt das mit zu wenig Licht, kühlen Temperaturen oder einem sehr frischen Umtopfen zusammen. Stell die Pflanze heller, aber weiter ohne direkte Sonne, halte sie warm und beginne in der Wachstumszeit wieder leicht zu düngen; unser Artikel über Licht- und Tageslängen-Mythen erklärt, warum nicht einfach nur „kurze Tage“ schuld sind.
- Flecken, klebrige Rückstände oder verformter Neuaustrieb: Das kann auf Schädlinge wie Spinnmilben, Blattläuse oder Schildläuse hindeuten. Kontrollier beide Blattseiten, dusch die Pflanze bei Bedarf ab und starte frühzeitig eine passende Behandlung; unter dem Thema Schädlingsbekämpfung findest du passende Anleitungen.
Zurück nach oben und wähle das Spathiphyllum, das zu deinem Licht, deinem Gießverhalten und der gewünschten Größe im Raum passt ↑
Häufige Fragen zu Spathiphyllum
Ist Spathiphyllum eine echte Lilie?
Nein. Einblatt gehört zu den Aronstabgewächsen und nicht zu den echten Lilien. Das ist wichtig, weil der Name leicht sowohl die botanische Einordnung als auch das Risiko für Haustiere falsch erscheinen lässt.
Kommt Einblatt mit wenig Licht aus?
Es toleriert wenig Licht besser als viele andere Zimmerpflanzen, wirkt aber meist voller und blüht zuverlässiger bei mittlerem bis hellem indirektem Licht.
Wie oft sollte man Einblatt gießen?
Gieße, wenn ungefähr die oberen 15–25 % des Topfs abgetrocknet sind. In kühleren oder dunkleren Bedingungen darf es eher Richtung 25–40 % gehen, aber lass den ganzen Topf nicht komplett austrocknen.
Ist Einblatt für Katzen und Hunde unbedenklich?
Nein. Einblatt ist zwar keine echte Lilie, aber für Haustiere trotzdem giftig, weil es unlösliche Calciumoxalate enthält.
Warum lässt Einblatt die Blätter so dramatisch hängen, wenn es durstig wird?
Weil sie schnell an Spannkraft verliert, sobald der Wurzelballen austrocknet. Nach dem Gießen richtet sie sich meist rasch wieder auf, aber wiederholtes starkes Welken belastet sie trotzdem.
Zeitlich begrenzte Rabatte, Extras und Set-Angebote für Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten.
Sammle mit jedem Einkauf Punkte und löse sie später gegen Rabatte auf deine nächste Pflanzenbestellung ein.
Schenk deinen Freundinnen und Freunden 10 € Rabatt und bekomme dafür 200 Foliage Points.
Nutze deinen 10-%-Willkommenscode für Pflanzen und Pflegeprodukte, wenn du bereit bist zu bestellen.




























