Begonia (Begonie)
Zimmer-Begonien umfassen mehrere sehr unterschiedliche Wuchsformen, vor allem stämmchenbildende, Rex- und rhizombildende Typen. Gemeinsam sind ihnen asymmetrische Blätter, starke Oberflächenwirkung und eine Vorliebe für helles gefiltertes Licht, luftiges Substrat und kontrolliertes Gießen. Manche wachsen aufrecht und verholzend mit gefleckten Blättern, andere bleiben niedrig und breiten sich über kriechende Rhizome aus, während Rex-Typen vor allem wegen Farbe und Struktur kultiviert werden.
Das ist eine der spannendsten Gruppen für alle, die Blattmuster wichtiger finden als reine Größe. Begonia bietet auf derselben Fläche deutlich mehr Variation als viele andere Gattungen, von metallischen Spiralen bis zu bemalten aufrechten Formen, belohnt aber einen sauberen Gießrhythmus und ordentliches Licht weit mehr als jede vage Einordnung als „einfache Zimmerpflanze“.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
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Begonia: Begonien als Zimmerpflanzen | Rex-, Stab- & seltene Typen | Foliage Factory
Begonia (Begonie)
Auf einen Blick
Begonia (Blatttypen) – Stamm-, Rex- und Rhizomformen im Überblick
- Gruppen: umfasst Stamm-Begonien, kriechende Rhizomformen und farbige Rex-Typen – mit unterschiedlichen Wuchsformen, aber ähnlichen Wurzelansprüchen.
- Licht: helles, gefiltertes Licht; zu wenig Licht nimmt Farbe und Form, harte Sonne hinter Glas verbrennt dünne Blätter.
- Substrat: mag humusreiches, aber luftiges Substrat mit gutem Wasserabzug; dichte, nasse Erde führt schnell zu Stängelfäule an der Basis.
- Gießen: Substrat leicht feucht halten, mit kurzen Trockenphasen an der Oberfläche; wiederholtes starkes Austrocknen oder stehende Nässe führen beide zu Blattverlust.
- Klima: gleichmäßige Wärme und mittlere Luftfeuchtigkeit reduzieren trockene Ränder und Mehltau; nach dem Gießen kalte Zugluft vermeiden.
- Schnitt: regelmäßiges Entspitzen und Neubewurzeln von Stecklingen hält Stängel und Rhizompolster kompakt und ordentlich.
Botanisches Profil
Begonia: botanisches Profil asymmetrischer Blattspezialisten
Begonia ist eine außerordentlich vielfältige Gattung überwiegend krautiger, ausdauernder Pflanzen in Begoniaceae mit mehr als 2 100 akzeptierten Arten und zahlreichen Hybriden. Linnaeus stellte die Gattung 1753 auf und ehrte damit den französischen Förderer Michel Bégon. Die Wuchsformen reichen von kompakten rhizombildenden Arten über rohrartig aufwachsende Sträucher bis zu knollenbildenden Typen; viele besitzen stark asymmetrische, gemusterte Blätter, die ihren Zierwert ausmachen.
- Ordnung: Cucurbitales
- Familie: Begoniaceae
- Tribus: Begonieae
- Gattung: Begonia L.
- Typusart: Begonia obliqua L.
- Chromosomen: Diploide Zahlen liegen oft bei etwa 2n = 22–26; dokumentiert ist jedoch eine große Spannweite ab ungefähr 2n = 18 aufwärts, mit vielen polyploiden und aneuploiden Linien.
Verbreitung und Habitat: Begonia hat ihre Schwerpunkte in feucht-tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens, mit besonderer Vielfalt in den Anden und in Südostasien. Die Arten sind meist schattenangepasste Kräuter an Waldböden, Bachrändern und feuchten Felsflächen, oft in Schluchten oder Nebelwäldern, wo diffuses Licht und hohe Luftfeuchtigkeit vorherrschen.
- Wuchsform: Meist terrestrische, rhizombildende, knollenbildende oder rohrartig aufwachsende Stauden; einige Taxa wachsen auf Felsen oder niedrigen Stämmen locker überhängend bis schwach kletternd.
- Blattansatz: Meist wechselständige Blätter an sukkulenten Blattstielen, die außermittig an der Blattfläche ansetzen und so die typische Asymmetrie an der Blattbasis erzeugen.
- Blattgröße: Von kleinen Unterwuchsarten mit Blattflächen unter 5 cm bis zu kräftigen Formen mit mehr als 25–30 cm Länge, oft breiter als lang.
- Struktur und Farbe: Dünne bis fleischige Blattflächen, grün, bronzefarben, silbrig, gefleckt oder zoniert; viele Arten tragen Haare oder kristalline Ablagerungen, die Grenzschicht und Lichtreflexion beeinflussen.
- Bemerkenswerte Anpassung: Ausgeprägte Schattentoleranz in Kombination mit hoher morphologischer Plastizität erlaubt es den Blättern, Größe, Dicke und Pigmentdichte an wechselnde Lichtverhältnisse in gestörten Waldrändern und Lichtungen anzupassen.
Blütenstände und Früchte: Begonia bildet zymöse Blütenstände mit männlichen und weiblichen Blüten auf derselben Achse; männliche Blüten zeigen meist zwei auffällige Tepalen, weibliche drei sowie einen unterständigen, geflügelten Fruchtknoten. Trockene, aufspringende Kapseln mit flügelartigen Erweiterungen setzen feine Samen frei, die durch Luftbewegung und spritzendes Regenwasser entlang von Waldhängen verbreitet werden.
Details & Pflege
Begonia: Cane-, Rex- und Rhizom-Begonien ohne unnötiges Drama
Begonia in der Wohnung – was du hier eigentlich kaufst
Begonia ist nicht einfach nur ein einziger Pflanzentyp. In einer Zimmerpflanzensammlung begegnen dir vor allem drei große Gruppen: Cane-Begonien mit hohen, gegliederten Trieben, niedrig wachsende Rhizom-Begonien, die über das Substrat kriechen, und auffällige Rex-Begonien, die für starke Farben und markante Oberflächen geschätzt werden. Jede Gruppe reagiert anders auf Licht, Wasser und Topfwahl, auch wenn alle derselben Gattung angehören.
In unserem Begonia-Sortiment findest du vor allem blattbetonte Zimmerpflanzen und nicht die üblichen Beet- oder Knollenformen, die nur eine Saison draußen kultiviert werden. Diese Begonien sind dafür gedacht, über Jahre im Topf zu bleiben, sich mit der Zeit zu entwickeln und gute Pflege mit kräftigeren Farben und dichterem Wuchs zu belohnen.
Cane-, Rex- und Rhizom-Begonien: welcher Typ passt zu dir?
- Cane-Begonien: aufrechte, bambusartige Triebe mit Blättern entlang der einzelnen Nodien. Brauchen gutes Licht, um stabil zu bleiben, und profitieren von regelmäßigem Einkürzen, damit die unteren Bereiche nicht verkahlen.
- Rex-Begonien: kompakter Wuchs, oft spiralig gezeichnete Blätter mit metallischem Schimmer oder auffälligen Mustern. Die Blattspreiten sind dünner und die Wurzeln flach, deshalb zeigen sich Schwankungen bei Feuchtigkeit und Luftfeuchte hier besonders schnell.
- Rhizom-Begonien: dicke, kriechende Sprosse, die auf oder knapp unter dem Substrat sitzen und das Wachstum nach außen schieben. Bevorzugen breite, flache Töpfe und ein Substrat, das nie zu einer nassen Platte verdichtet.
Bevor du Begonia in den Warenkorb legst, sollte der Typ zu deinem Standort passen. Hohe Cane-Begonien brauchen mehr Platz nach oben und stärkeres Licht; Rex- und Rhizom-Begonien funktionieren gut auf Regalen, in Vitrinen und in breiteren, flachen Gefäßen, wo die Luftfeuchte etwas höher bleibt.
Licht und Standort für Begonien als Zimmerpflanzen
Die meisten Begonien bleiben in hellem, gefiltertem Licht kompakt und farbstark statt in harter direkter Sonne. Ein Platz an einem Ostfenster, etwas zurückgesetzt von einem Südfenster oder seitlich an einem hellen Westfenster reicht meist gut aus. Die Blätter sollten sich selbst mittags kühl anfühlen.
Cane-Begonien bei zu wenig Licht schießen nach oben und bilden lange kahle Abschnitte zwischen den Blättern. Rex- und Rhizom-Begonien wirken unter denselben Bedingungen blasser und flacher, ihre Zeichnung verliert an Klarheit. Bei zu starker Sonne drohen allen Gruppen helle, papierartige Verbrennungsstellen. Wenn du objektiver einschätzen willst, wie viel Licht dein Standort wirklich bietet, lies unseren Leitfaden zu hellem indirektem Licht und orientiere dich eher am mittleren bis oberen Bereich davon.
Substrat, Töpfe und Gießverhalten bei Begonien
Die Wurzeln von Begonia sind fein und mögen kein schweres, stehendes Substrat. Eine praktikable Mischung für Zimmer-Begonien kombiniert eine humusreiche Basis mit viel Struktur: zum Beispiel hochwertige Zimmerpflanzenerde mit Perlit oder Bims, feiner Rinde und etwas faserigem Material wie Kokoschips. Wenn du tiefer einsteigen willst, sind unsere Hinweise im Substrat-Leitfaden hier direkt relevant.
Gieße, sobald die oberen paar Zentimeter der Mischung trocken wirken und der Topf deutlich leichter ist als direkt nach dem Gießen. Dann langsam so lange wässern, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft, und alles, was sich im Übertopf sammelt, wegschütten. Cane-Typen in starkem Licht und wärmeren Räumen trocknen schneller ab; Rex- und Rhizom-Begonien brauchen meist etwas gleichmäßigere Feuchtigkeit.
Zu tiefe Trockenphasen führen zu knusprigen Rändern, abgeworfenen älteren Blättern und langsamer Erholung, aber dauerhaft nasses Substrat ist noch problematischer. Matschige Triebe an der Basis, saurer Geruch und graue oder schwarze Wurzeln deuten auf anhaltende Übernässung hin. Wenn du genauer verstehen willst, wie Feuchtigkeit und Luft im Topf zusammenwirken, lies unseren Gieß-Leitfaden.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung rund um Begonia
Gleichmäßig warme Räume passen am besten zu Begonia. Temperaturen zwischen etwa 18 und 26 °C halten das Wachstum in Gang. Kühle Phasen unter ungefähr 15 °C, besonders direkt nach dem Gießen, können Blattfall und zusammenbrechende Triebe auslösen, deshalb sind kalte Fensterbänke oder zugige Stellen im Winter keine gute Idee.
Mäßige Luftfeuchtigkeit von etwa 50–70 % hält die Blätter stabiler und verringert trockene Ränder, besonders bei Rex-Begonien. Sehr trockene Heizungsluft begünstigt Spinnmilben und lässt Pflanzen müde wirken. Besprühen hilft nur kurz und kann die Ausbreitung von Echtem Mehltau fördern, wenn Blätter lange feucht bleiben. Sinnvoller ist ein stabileres Umfeld statt ständigem Nachsprühen.
Langfristiger Wuchs, Formgebung und Düngung bei Begonia
Begonien wachsen oft in Schüben. Eine Cane-Begonie kann mehrere Blätter an einem Trieb schieben und dann pausieren, während eine Rhizom-Begonie ihren Spross verdickt und neue Austriebe am Topfrand bildet. Rex-Begonien bleiben meist kompakter, ersetzen etablierte ältere Blätter aber recht regelmäßig.
Die Formgebung hängt vom Typ ab. Cane-Begonien sehen besser aus, wenn du die Spitzen über einem Nodium einkürzt, damit sich Seitentriebe bilden, statt einen einzelnen Trieb hoch und unten kahl werden zu lassen. Rhizom- und Rex-Begonien lassen sich auffrischen, indem du gesunde Rhizomstücke näher am Topfrand wieder einsetzt; so entstehen dichtere Pflanzen.
Während des aktiven Wachstums reicht ein ausgewogener, gut verdünnter Dünger bei jedem zweiten oder dritten Gießen. Dünge nur auf bereits leicht feuchtes Substrat. Starke Düngergaben bei wenig Licht oder in dauerhaft nasser Mischung schaden mehr als sie nützen; verbrannte Spitzen und stumpfe, müde wirkende Blätter deuten meist eher auf Salzablagerungen als auf Nährstoffmangel hin.
Typische Probleme bei Begonien und was sie oft bedeuten
- Triebe auf Substrathöhe werden weich und dunkel: meist ein Zeichen für Fäulnis durch staunasse, luftarme Mischung. Beschädigte Partien entfernen, die Drainage verbessern und das restliche Substrat näher an „leicht feucht“ herantrocknen lassen, bevor du wieder gießt.
- Braune, trockene Blattränder an vielen Blättern: häufig mit unregelmäßigem Gießen oder sehr trockener Luft verbunden. Überprüfe deinen Gießrhythmus, spüle den Topf gründlich mit zimmerwarmem Wasser durch und stelle Begonia nicht direkt neben Heizkörper oder Warmluftauslass.
- Blasses, gestrecktes Wachstum mit großen Abständen zwischen den Blättern: zeigt zu wenig Licht an. Stell Begonia näher an ein passendes Fenster oder passe Vorhänge so an, dass die Pflanze mehr Stunden helles indirektes Licht bekommt.
- Weißer, pudriger Belag auf den Blattoberflächen: typischer Echter Mehltau, gefördert durch stehende Luft und Blätter, die lange feucht bleiben. Sorge für mehr Luftbewegung, entferne stark betroffene Blätter und vermeide Gießen von oben.
- Plötzlicher Blattfall nach einer kalten Nacht: folgt oft auf Temperaturschock in Kombination mit nassem Substrat. Stell die Pflanze wärmer und konstanter, lass die Mischung etwas weiter abtrocknen und warte auf neue Knospen, bevor du stark zurückschneidest.
Toxizität und sicherer Umgang mit Begonia in Innenräumen
Begonia gilt im Allgemeinen als giftig bei Verzehr. Vor allem unterirdische Pflanzenteile können reizende Oxalatkristalle enthalten, die bei Haustieren und Menschen Mund und Verdauungstrakt belasten. Stell die Töpfe so auf, dass Katzen, Hunde und Kinder weder an Blättern kauen noch im Substrat graben, und wasch dir nach dem Hantieren die Hände.
So verhält sich Begonia meist nach dem Versand
Nach einigen Tagen im dunklen Karton kann Begonia etwas beleidigt wirken: einzelne ältere Blätter vergilben, manche Blattstiele hängen, und Muster wirken vorübergehend weniger klar. Das heißt nicht automatisch, dass mit der Pflanze etwas nicht stimmt; sie reagiert einfach auf Transport und den plötzlichen Klimawechsel.
Nach dem Auspacken sollte Begonia direkt an ihren hellen, indirekten Platz. Kontrolliere den Wurzelballen: Ist die obere Schicht noch klar feucht und der Topf schwer, warte mit dem Gießen. Ist die Mischung auf dem Weg stark abgetrocknet, gieße einmal langsam und lass überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Größeres Umtopfen besser verschieben, bis wieder sicheres neues Wachstum zu sehen ist.
Zurück nach oben und wähle zwischen Cane-, Rex- und Rhizom-Begonien die Form, die zu deinem Licht und deinem Rhythmus passt ↑
Häufige Fragen zu Begonia
Werden Begonien in der Wohnung eher wegen ihrer Blüten oder wegen ihrer Blätter gehalten?
Beides. Zu den Begonien für drinnen gehören blattbetonte Gruppen wie Rex- und Rhizom-Begonien, Rohrbegonien mit dekorativen Blättern und Blüten sowie Begonien, die vor allem für ihre Blüte gezogen werden. Genau diese Vielfalt macht sie spannend, bedeutet aber auch, dass sich nicht jede Begonie gleich verhält.
Brauchen alle Begonien in der Wohnung dieselbe Pflege?
Nein. Rohr-, Rex-, Rhizom-, Knollen- und Beet-Begonien verhalten sich nicht alle gleich. Was viele gemeinsam haben: Schweres, nasses Substrat, harte Sonne und Wasser, das zu lange in Blattansätzen oder in der Pflanzenmitte stehen bleibt, bekommen ihnen meist nicht gut.
Welches Licht brauchen Begonien in der Wohnung?
Die meisten wachsen am besten bei mittelhellem bis hellem indirektem Licht. Rohrbegonien und eher wachsblättrige Typen vertragen oft etwas mehr sanfte Sonne, während Rex-Begonien und viele dünnblättrige Formen schneller verbrennen und meist lieber gefiltertes Licht mögen.
Wie gießt man Begonien in der Wohnung richtig?
Lass ungefähr die oberen 15–30 % des Substrats abtrocknen, bevor du wieder gießt. Danach gründlich wässern und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Wie schnell das passiert, hängt von der Gruppe ab: Rex- und Rhizom-Begonien reagieren empfindlicher auf kaltes, nasses Substrat und nasse Pflanzenmitten, während Rohrbegonien oft etwas toleranter sind.
Sind Begonien für Haustiere sicher?
Nein. Begonien sind für Katzen und Hunde giftig, und besonders die unterirdischen Pflanzenteile gelten als problematisch.
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