Syngonium (Pfeilblatt)
Syngonium startet kompakt und buschig und entwickelt sich zu einer echten Kletterpflanze, sobald die Triebe länger werden und eine Stütze auftaucht. Die Blätter reichen von einfachen grünen Pfeilformen bis zu rosa, bronzefarbenen und panaschierten Varianten, und im Innenraum will die Gattung meist mittelhelles bis helles indirektes Licht, luftige Mischungen und Gießen, das den Wurzelbereich feucht, aber nie nass hält.
Genau dieser Wechsel im Wuchs macht Syngonium so interessant. Die Pflanze kann eine Zeit lang kompakt bleiben, von einem Regal hängen oder später an einem Stab hochwachsen, wenn sich dein Platz oder deine Gestaltung verändert. Damit bietet sie deutlich mehr Spielraum als viele Pflanzen mit nur einer festen Wuchsform. Panaschierte Formen brauchen meist besseres Licht und etwas präzisere Pflege als rein grüne, aber diese grundsätzliche Vielseitigkeit ist der eigentliche Grund, warum man immer wieder bei dieser Gattung landet.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Araceae (Aronstabgewächse)
Syngonium (Pfeilblatt)
Auf einen Blick
Syngonium: anpassungsfähige Aronstabgewächse im Überblick
- Wuchs: jung mit pfeilförmigen Blättern an kompakten Trieben; mit Stütze später eine kletternde Rebe.
- Licht: mittel bis hell, ohne direkte Sonne; wenig Licht verkleinert die Blätter, direkte Sonne schädigt weiche Partien, besonders bei panaschierten Formen.
- Substrat: mag luftiges Substrat für Aronstabgewächse mit Rinde und mineralischem Anteil; dichte Erde hält zu viel Wasser an feinen Wurzeln.
- Gießen: gießen, wenn die obere Schicht leicht abgetrocknet ist; Ziel ist gleichmäßig feucht, nicht nass.
- Rankhilfe: Moosstäbe oder Bretter fördern größere, komplexere Blätter; ohne Stütze hängen Triebe eher und die reife Blattform kommt später.
- Giftigkeit: enthält Oxalate; von knabbernden Haustieren und Kindern fernhalten.
Botanisches Profil
Syngonium: botanisches Profil von Pfeilblatt-Kletterpflanzen
Syngonium ist eine neotropische Gattung der Aronstabgewächse in Araceae, die Schott 1829 beschrieben hat. Der Name kombiniert griechische Wortbestandteile, die auf verwachsene Fruchtknoten der weiblichen Blüten verweisen. Heute werden etwa 30–40 Arten anerkannt, allesamt rankende oder kletternde Kräuter; im Zimmerpflanzenhandel dominiert vor allem Syngonium podophyllum mit zahlreichen Kultivaren.
- Ordnung: Alismatales
- Familie: Araceae
- Tribus: Caladieae / Syngonieae innerhalb der Unterfamilie Aroideae
- Gattung: Syngonium Schott
- Typusart: Syngonium podophyllum Schott
- Chromosomen: Die meisten Arten liegen in mittleren Polyploidiereihen mit 2n ≈ 24–36; für Syngonium podophyllum und mehrere nahe verwandte Arten wird konsistent 2n = 24 angegeben.
Verbreitung und Lebensraum: Syngonium ist im tropischen Amerika heimisch, von Mexiko und Karibik über Mittelamerika bis in weite Teile des nördlichen Südamerikas. Die Arten wachsen in Tiefland- und Vorgebirgsregenwäldern, in Auenwäldern und an Waldrändern, meist als Kletterpflanzen in dauerhaft feuchten Habitaten.
- Lebensform: Ausdauernde, immergrüne Kletterpflanzen und Hemiepiphyten mit verlängerten, oft wenig verzweigten Haupttrieben und zahlreichen Adventivwurzeln zur Verankerung und Wasseraufnahme.
- Blattansatz: Gestielte Blätter sitzen einzeln an jedem Knoten; Jugendblätter sind ganzrandig und oft pfeilförmig, adulte Blätter an reifen Klettertrieben werden zunehmend gelappt oder geteilt.
- Blattgröße: Jugendblätter in Kultur sind meist 6–15 cm lang; adulte Blätter im Habitat können je nach Art und Lichtangebot über 25–40 cm erreichen.
- Textur und Farbe: Mäßig dicke, oft glänzende Spreiten in Grüntönen, teils mit hellerer Mittelrippe oder sektoraler und gesprenkelter Panaschierung; einige Arten zeigen rötliche Blattunterseiten oder Blattstiele.
- Auffällige Anpassung: Die ausgeprägte Heteroblastie – also der deutliche Wechsel zwischen Jugend- und Altersblättern – erlaubt kleinen, an Schatten angepassten Jugendpflanzen den Übergang zu größeren, stärker gegliederten Blättern weiter oben im Kronenraum, ohne dass der einzelne Spross unterbrochen wird.
Blütenstand und Früchte: Kurz gestielte Blütenstände mit einem Kolben aus weiblicher, steriler und männlicher Zone entstehen an reifen Pflanzen nahe den Triebspitzen. Nach der Bestäubung entwickeln sich fleischige, vielsamige Beeren, die von Tieren gefressen und so verbreitet werden.
Details & Pflege
Syngonium: anpassungsfähige Pfeilblatt-Kletterpflanzen für helle Wohnräume
Syngonium: Aronstabgewächse mit Pfeilblättern und wandelbarer Form
Syngonium ist eine neotropische Gattung krautiger Hemiepiphyten aus der Familie der Aronstabgewächse. Die Arten stammen aus feuchten Wäldern von Mexiko über Mittelamerika bis in den nördlichen Teil Südamerikas. In der Natur kriechen die Jungpflanzen zunächst am Waldboden entlang und klettern später an Baumstämmen und Felsen hoch. Dabei verändern sich die Blätter von einfachen pfeilförmigen Formen zu stärker gelappten oder sogar handförmig geteilten Blättern. Eine einzige Pflanze kann mit der Zeit also sehr unterschiedlich aussehen.
Im Handel findest du vor allem Formen von Syngonium podophyllum und verwandten Arten. Das Spektrum reicht von klassisch grünen Pflanzen bis zu Kultivaren mit cremefarbenen, rosafarbenen, bronzenen oder gescheckten Panaschierungen. Jung bleiben viele Syngonium kompakt, später wachsen sie deutlich kräftiger. Du kannst sie überhängend kultivieren, an einer Kletterhilfe hochziehen oder als niedrigere Begleitpflanze unter größeren Aronstabgewächsen einsetzen. Wenn du Syngonium im größeren Zusammenhang sehen willst, hilft dir unser Überblick zu Aronstabgewächsen.
Passt Syngonium zu deinem Zuhause?
- Syngonium passt gut, wenn: du mittleres bis helles indirektes Licht, einen angenehm warmen Raum und einen Gießrhythmus bieten kannst, bei dem die oberste Substratschicht leicht antrocknet, statt den Topf dauerhaft nass zu halten.
- Anspruchsvoller wird Syngonium, wenn: dein Zuhause sehr dunkel oder sehr trocken ist, du leicht zu viel gießt oder du eine Pflanze brauchst, die ohne Schnitt dauerhaft kompakt bleibt – die meisten Syngonium wollen irgendwann klettern oder hängen.
- Vor dem Kauf solltest du überlegen: welchen Wuchs und welche Blattform du möchtest. Junge pfeilförmige Typen passen gut auf Regale und in gemischte Pflanzungen. Größere, gelappte oder stark panaschierte Kultivare profitieren von einer Kletterhilfe und etwas mehr Platz, damit die Blätter wirken können. Für farbstarke Formen geben unser Leitfaden zu farbiger Panaschierung und unsere Erklärung zur Panaschierung einen realistischen Eindruck davon, was sich wirklich entwickelt.
Syngonium in der Natur: neotropische Hemiepiphyten
In ihren natürlichen Lebensräumen wachsen Syngonium-Arten als Hemiepiphyten und Kletterpflanzen unter warmen, feuchten Bedingungen. Samen keimen in Blattstreu am Waldboden oder in organischem Material, das sich in Astgabeln sammelt. Junge Pflanzen kriechen oder schieben sich voran, bis sie eine passende Stütze finden. Danach klettern sie in hellere Bereiche des Kronendachs. An den Knoten bilden sie Adventivwurzeln, mit denen sie sich in Rinde, Moos und organischem Material verankern.
Genau daraus lassen sich viele Vorlieben im Zimmer erklären: Syngonium ist an gefiltertes Waldlicht, gleichmäßig feuchte, aber luftige organische Substrate und an höhere Luftfeuchtigkeit bei leichter Luftbewegung angepasst. Kaltes, verdichtetes, stehendes Substrat und harte direkte Sonne gehören zu den Bedingungen, mit denen Syngonium am schlechtesten zurechtkommt.
Syngonium: Licht und Platzierung – heller Waldschatten, keine volle Sonne
Syngonium fühlt sich bei mittlerem bis hellem indirektem Licht am wohlsten. Gut funktionieren Plätze nahe an einem Ostfenster, etwas zurückgesetzt von einem helleren Süd- oder Westfenster oder in einem hellen Raum, in dem das Licht durch andere Pflanzen oder Gardinen weich gefiltert wird. In diesem Bereich bleiben die Internodien kürzer, die Blätter werden größer und Farbe sowie Muster bleiben klar, ohne auszubleichen. Für Richtwerte und konkrete Beispiele nach Fensterlage schau in unseren Leitfaden zu hellem indirektem Licht und in den Leitfaden zu Fensterausrichtungen.
Bei wirklich wenig Licht strecken sich die Triebe zum Fenster, die Blätter bleiben klein und das Wachstum wird deutlich langsamer. Längere direkte Mittagssonne – besonders hinter Glas – kann die Blattoberfläche erst aufhellen und später braune, trockene Flecken verursachen.
Syngonium: Wurzeln, Gießen und Substrat
Syngonium hat relativ feine, suchende Wurzeln, die in der Natur durch lockere Blattstreu und humusreiches Material wachsen. Im Topf brauchen sie Luft genauso wie Wasser. Schwere Gartenerde oder stark verdichteter Kompost sind deshalb keine gute Wahl. Nimm lieber ein torffreies Zimmerpflanzensubstrat oder eine feine Substratmischung für Aronstabgewächse, aufgelockert mit feiner Pinienrinde, Kokoschips und Bims oder Perlit, bis die Mischung offen und federnd wirkt.
Lass die obersten 2–3 cm Substrat antrocknen, bevor du erneut gießt. Die Oberfläche sollte sich trocken anfühlen und der Topf leichter sein, während tiefer im Topf noch eine leichte Kühle spürbar ist. Gieße dann langsam und gründlich, bis Wasser unten austritt, und leere Übertopf oder Untersetzer anschließend aus, damit die Wurzeln nicht in abgestandenem Wasser stehen. Dauerhaft zu nasses Substrat führt oft zu gelben unteren Blättern und matschigen Wurzeln; wiederholte starke Trockenheit verursacht schlaffe, eingerollte Blätter und stockendes Wachstum.
Wenn du Wurzelprobleme vermutest – etwa fauligen Geruch aus dem Topf oder schwarze, weiche Wurzeln – nimm die Pflanze heraus, entferne beschädigtes Gewebe und setze sie in frisches, luftiges Substrat zurück. Unser Leitfaden gegen Wurzelfäule und unser Gießleitfaden erklären den Ablauf genauer.
Syngonium: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung
Syngonium stammt aus warmen Wäldern und reagiert im Zimmer am besten auf ähnliche Bedingungen. Die meisten kultivierten Formen fühlen sich bei etwa 18 bis 28 °C wohl. Kurze Phasen darunter werden meist toleriert, solange das Substrat eher trocken ist. Wiederholte kalte Nächte oder Zugluft über nasser Erde führen dagegen oft zu gelben Blättern, dunklen Flecken und gebremstem Wachstum.
Mittlere bis höhere Luftfeuchtigkeit von etwa 50–70 % hält die Blätter frischer und reduziert trockene Ränder, besonders bei dünneren Blättern und stark panaschierten Typen. Mehrere Pflanzen zusammenzustellen, einen kleinen Luftbefeuchter zu nutzen oder Syngonium in einer hellen Pflanzenvitrine zu kultivieren, ist deutlich wirksamer als häufiges Besprühen. Ganz gleich, wofür du dich entscheidest: Etwas Luftbewegung sollte immer da sein, damit Blätter und Triebe zwischen den Wassergaben wieder abtrocknen. Sehr stehende, feuchte Luft fördert Pilzflecken. Realistische Zielwerte findest du in unserem Leitfaden zur Luftfeuchtigkeit.
Wuchsform, Kletterhilfen und Schnitt bei Syngonium
Syngonium ist von Anfang an eine kletternde oder rankende Pflanze. Junge Exemplare wirken oft noch buschig und kompakt, aber mit der Zeit bilden sie längere Triebe mit deutlichen Knoten und Luftwurzeln. Wenn du diese Triebe an einem Moosstab, einer Korkplatte oder einem Ast hochführst, kann die Pflanze natürlicher wachsen und häufig größere, komplexere Blätter entwickeln.
Regelmäßiger, leichter Rückschnitt hält Syngonium in dem Rahmen, der zu deinem Platz passt, und fördert Verzweigung. Schneide lange oder kahle Triebe knapp oberhalb eines Knotens zurück, damit darunter neue Triebe entstehen. Stecklinge mit mindestens einem Knoten und einer Luftwurzel lassen sich eintopfen oder in Wasser bewurzeln, was die Vermehrung und das Verdichten älterer Töpfe einfach macht. Nimm nie alle gesunden Blätter auf einmal weg – ein etappenweiser Schnitt ist deutlich schonender. Die Grundlagen findest du in unserem Leitfaden zur Vermehrung.
Syngonium und Haustiere
Wie viele Aronstabgewächse enthält auch Syngonium unlösliche Calciumoxalat-Kristalle im Gewebe. Werden Blätter oder Triebe angekaut, können diese nadelförmigen Kristalle Maul und Rachen von Haustieren und Menschen reizen und Brennen, Speichelfluss und Unwohlsein auslösen. Schwere Vergiftungen sind zwar selten, angenehm ist das Ganze trotzdem nicht – besonders für Katzen, Hunde und kleine Tiere.
Behandle Syngonium deshalb nach dem Prinzip „anschauen, nicht anknabbern“. Stell die Pflanze so auf, dass Haustiere und kleine Kinder nicht leicht an die Blätter kommen, und sammle Schnittgut direkt ein, statt es auf dem Substrat liegen zu lassen. Nach dem Schneiden oder Umtopfen solltest du dir die Hände waschen und dir nicht in die Augen fassen.
Was dir bei Syngonium nach dem Auspacken auffallen kann
Transport und Standortwechsel setzen Syngonium oft kurzzeitig unter Stress. Ein paar gelbe ältere Blätter, leichte Knicke oder etwas Hängenlassen, besonders an den äußeren Blättern, sind normal. Das sind eher optische Folgen der Reise und lösen sich meist, sobald die Pflanze sich eingewöhnt.
Nach dem Auspacken entfernst du loses Verpackungsmaterial und eindeutig beschädigte Blätter. Stell Syngonium dann direkt an den vorgesehenen hellen Platz ohne direkte Sonne, statt es mehrfach umzusetzen. Prüfe die Feuchte ein paar Zentimeter tief im Topf: Fühlt sich das Substrat sehr trocken an und ist der Topf leicht, gieße gründlich und lass alles ablaufen. Ist es noch gleichmäßig feucht, warte mit dem Gießen ein paar Tage. Umtopfen solltest du nur dann sofort, wenn der Wurzelballen instabil ist oder das Substrat deutlich zerfallen wirkt. In den nächsten Wochen sind feste neue Blätter und gleichmäßig weiterwachsende Triebe das beste Zeichen dafür, dass Syngonium angekommen ist. Allgemeine Tipps findest du in unserem Leitfaden zur Eingewöhnung.
Syngonium Probleme schnell einordnen
- Gelbe Blätter von unten bei noch nassem Substrat: Häufig steckt zu viel Wasser oder verdichtetes Substrat dahinter. Lass die Oberfläche stärker antrocknen und erneuere die Mischung, wenn sie dauerhaft nass und schwer bleibt.
- Schlaffe, eingerollte Blätter bei sehr trockenem Substrat: Das ist meist ein Zeichen für Wassermangel. Gieße einmal gründlich und passe danach deinen Rhythmus so an, dass das Substrat nie über längere Zeit staubtrocken bleibt.
- Lange, dünne, spärlich beblätterte Triebe: Das Licht reicht nicht aus. Rück die Pflanze näher ans Fenster oder ergänze eine sanfte Zusatzbeleuchtung, damit die tägliche Lichtmenge steigt.
- Braune, knusprige Flecken auf den Blättern: Dahinter stecken oft direkte Sonne oder sehr trockene Luft. Stell Syngonium weiter weg von heißem Fensterglas oder Heizungszug und sorge für gleichmäßigere Luftfeuchtigkeit.
- Feine Sprenkel, Gespinste oder deformierter Neuaustrieb: Das kann auf Spinnmilben oder Thripse hindeuten. Kontrolliere die Blätter gründlich und beginne frühzeitig mit einer passenden Behandlung.
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Häufige Fragen zu Syngonium
Ist Syngonium eine Kletterpflanze oder eine Hängepflanze?
Von Natur aus ist es eine Kletterpflanze, auch wenn junge Exemplare oft als kompakte Blattpflanzen verkauft werden. Ohne Stütze hängt Syngonium zwar, so entwickelt es sich aber nicht am besten.
Verändert eine Rankhilfe, wie Syngonium wächst?
Ja. Ein Stab, Brett oder Gitter sorgt meist für kräftigere Triebe, größere Blätter und auf Dauer für einen reiferen Gesamteindruck.
Wie oft sollte man Syngonium gießen?
Gieße, wenn ungefähr die oberen 20–30 % des Topfs abgetrocknet sind. In kühleren oder dunkleren Bedingungen darf es eher Richtung 30–40 % gehen.
Ist Syngonium für Haustiere unbedenklich?
Nein. Gängige Syngonium solltest du nicht als haustiersicher behandeln, weil sie unlösliche Calciumoxalate enthalten.
Warum verändert mein Syngonium mit zunehmendem Alter die Blattform?
Weil Syngonium mit zunehmender Reife die Blattform verändert. Junge Blätter sind schlichter, während ältere, kletternde Triebe stärker gelappt und insgesamt komplexer werden können.
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