Pilea
Pilea ist weit mehr als nur Pilea peperomioides. Zur Gattung gehören aufrechte Münzblatt-Typen, silbrig gezeichnete Formen, hängende Teppiche und winzige Terrariumarten. Im Innenraum verhalten sich die meisten wie schnelle kompakte Blattpflanzen, die hellen Schatten, leichtes luftiges Substrat und Wassergaben mögen, bei denen weder lange Trockenphasen noch kalte, schwere Nässe entstehen.
Pilea passt besonders gut auf Regale, Tische und in Terrarien, wo kleinere Pflanzen besser wirken als Sträucher. Außerdem lässt sich die Gattung leicht über Ableger oder Stängelstücke erneuern. Genau deshalb bleibt sie lebendig und dankbar, wenn du kompaktes Grün mit etwas Tempo suchst.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
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Urticaceae (Brennnesselgewächse)
Pilea
Auf einen Blick
Pilea: kompakte Formen und feine Strukturen
- Wuchs: von aufrechten Rosetten über hängende Polster bis zu kriechenden Bodendeckern; meist kompakt und schnell eingewachsen.
- Licht: mittel bis hell, ohne direkte Sonne; bei zu wenig Licht werden Triebe locker, direkte Sonne schädigt viele feinblättrige Arten.
- Gießen: mag locker-feuchtes, luftiges Substrat mit kurzen Trockenphasen; ständige Extreme führen zu Blattfall und schwachem Wuchs.
- Substrat: am besten locker, humos und mit mineralischem Anteil für guten Ablauf; schwere, nasse Erde bekommt ihr nicht.
- Klima: fühlt sich an warmen, geschützten Plätzen am wohlsten; starke Temperaturschwankungen oder sehr trockene Luft belasten die Blätter.
- Vermehrung: die meisten Arten bewurzeln leicht über Kopfstecklinge oder Ableger, daher lassen sich Töpfe unkompliziert verjüngen.
Botanisches Profil
Pilea: botanisches Profil der Pilea-Arten
Pilea ist eine Gattung krautiger bis halbverholzender Pflanzen in Urticaceae, die John Lindley 1821 beschrieben hat. Der Name leitet sich vom lateinischen „pileus“ für Filzkappe ab und bezieht sich auf den Kelch, der die Frucht umgibt. Aktuelle taxonomische Bearbeitungen erkennen etwas mehr als 600 Arten an. Damit ist Pilea die größte Gattung der Brennnesselgewächse und eine wichtige Quelle kompakter Zimmerpflanzen wie Pilea peperomioides.
- Ordnung: Rosales
- Familie: Urticaceae
- Tribus: Pileeae
- Gattung: Pilea Lindl.
- Typusart: Pilea muscosa Lindl. (wird oft als Synonym von Pilea microphylla behandelt)
- Chromosomen: Grundzahl etwa x ≈ 11; die meisten Arten zeigen somatische Chromosomenzahlen von 2n ≈ 22-44, regional auch mit Polyploidie.
Verbreitung und Lebensraum: Pilea ist in tropischen, subtropischen und teils warmgemäßigten Regionen fast weltweit verbreitet, mit deutlichen Schwerpunkten in den Neotropen und Ostasien. Viele Arten wachsen in schattigen Waldschichten, auf feuchten Felsflächen und an Bachufern, oft in Humustaschen oder Spalten, in denen das Substrat zeitweise feucht, aber gut belüftet bleibt.
- Wuchsform: Meist kleine, schnell wachsende ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher; manche kriechen oder bilden Polster, andere wachsen locker horstig oder teppichartig.
- Blattansatz: Blätter meist gegenständig mit einem einzelnen intrapetiolaren Nebenblatt an jedem Knoten – ein wichtiges Bestimmungsmerkmal innerhalb der Brennnesselgewächse.
- Blattgröße: Von winzigen Schuppenblättern mit wenigen Millimetern Durchmesser bis zu breiten Spreiten von 10-15 cm bei kräftigen Arten; viele beliebte Zimmerpflanzen liegen im Bereich von 3-8 cm.
- Textur und Farbe: Dünne bis leicht sukkulente Blätter, meist hell- bis mittelgrün, bei manchen Arten aber metallisch, bullat oder mit silbrigen bzw. bronzefarbenen Zeichnungen.
- Bemerkenswerte Anpassung: Schattenverträgliche Photosynthese, kompakter Wuchs und schnelle klonale Ausbreitung ermöglichen es Pilea, kleine, kurzlebige Lücken und Mikrostandorte in Waldstreu und Felsspalten auszunutzen.
Blütenstand und Früchte: Pilea bildet kleine, oft unscheinbare zymöse oder rispige Blütenstände mit eingeschlechtigen Blüten ohne auffällige Kronblätter. Die Früchte sind winzige Achänen, die teilweise vom beständigen Kelch umgeben bleiben; das kann die Verbreitung über Spritzwasser oder Tierbewegung im Nahbereich unterstützen.
Details & Pflege
Pilea: kleine, schnell wachsende Lückenfüller – von Verwandten der Ufopflanze bis zu kriechenden Terrarienarten
Pilea: kleine Kraftpakete für jede Ecke
Pilea ist die größte Gattung in der Brennnesselfamilie (Urticaceae) und umfasst weit über 500 beschriebene Arten. Dazu gehört also deutlich mehr als nur Pilea peperomioides: denk an schimmernd kupferfarbene Polster von Pilea spruceana, silbrig gesprenkelte Pilea cadierei, winzig überhängende Pilea depressa und moosartige Pilea microphylla, die über Topfränder und durch Terrarien wachsen kann. Die meisten Pilea bleiben klein, aber ihre Strukturen und Farben sind alles andere als langweilig.
Weil sie kompakt bleiben, schnell anwachsen und meist unkompliziert sind, eignen sich Pilea perfekt, um Lücken auf Regalen zu füllen, gemischte Pflanzungen zu ergänzen oder größere Solitärpflanzen mit feiner Struktur zu umspielen. Mit passendem Licht und etwas Fingerspitzengefühl beim Gießen bilden sie dichte Teppiche oder Polster, die einer bepflanzten Ecke sofort einen stimmigen, fertigen Eindruck geben.
Passt Pilea zu deinem Zuhause?
- Hier passt Pilea am besten: helle, aber nicht brutale Fensterplätze, Pflanzenregale und Terrarien – und Haushalte, in denen lieber leicht und regelmäßig gegossen wird, statt kleine Töpfe dauerhaft nass zu halten.
- Weniger ideal, wenn: die meisten Räume sehr dunkel sind, du kleine Gefäße oft zu nass hältst oder eine einzelne große, baumartige Solitärpflanze suchst statt kompakter Akzente.
- Bevor du dich für eine Pilea entscheidest: denk daran, dass sich die Arten unterschiedlich verhalten. Manche wachsen aufrecht und fast strauchartig, andere hängen oder bilden kriechende Teppiche. Ein kräftiger Bodendecker wie Pilea nummulariifolia braucht Platz zum Ausbreiten, während sich kleinblättrige Arten wie Pilea glaucophylla in kleinen Töpfen oder Terrarien wohler fühlen.
Pilea in der Natur – sukkulente Kräuter von schattigen Felsen und Stämmen
Pilea-Arten kommen in den Tropen, Subtropen und warm-gemäßigten Regionen Amerikas, Afrikas und Asiens vor, mit einem klaren Schwerpunkt in Mittel- und Südamerika sowie in Südostasien. In der Natur sind es meist kleine, oft sukkulente Kräuter, Halbsträucher oder Epiphyten, die in feuchten, schattigen Lebensräumen wachsen: auf moosigen Felsen, Baumstämmen, Felswänden und Waldböden, oft dort, wo das Substrat flach ist, aber Feuchtigkeit regelmäßig verfügbar bleibt.
Diese Lebensweise erklärt auch ihren Aufbau. Viele Pilea haben fleischige Blätter und Triebe, die zwischen Regenphasen Wasser speichern können, kombiniert mit feinen, flachen Wurzeln, die sich durch Streu, Humus und Spalten ziehen, statt tief nach unten zu gehen. Sie sind an helles Schattenlicht und wechselnde Feuchtigkeit angepasst, nicht an pralle Sonne oder lang anhaltend nasses, luftarmes Substrat. Im Zimmer fühlen sie sich am wohlsten, wenn du genau diese Kombination aus gefiltertem Licht, sanfter Luftbewegung und gut drainiertem, aber regelmäßig befeuchtetem Substrat nachbildest.
Pilea und Licht – helles Schattenlicht, nie brennende Sonne
Die meisten Pilea wachsen am besten bei mittlerem bis hellem indirektem Licht. Ein Platz nah an einem Ost- oder Nordfenster oder etwas zurückgesetzt von einem hellen Süd- oder Westfenster gibt ihnen genug Licht für kompakten Wuchs, ohne die oft empfindlichen Blätter den harten Mittagsstrahlen auszusetzen. Unter diesen Bedingungen bleiben Farbe und Struktur schön, und die Triebe wachsen deutlich kompakter statt lang und dünn zu werden.
Bei wenig Licht werden die Internodien länger, Teppiche lückig und farbige oder metallische Muster können verblassen. Am anderen Ende des Spektrums kann starke direkte Sonne hinter Glas die Blätter ausbleichen oder verbrennen – besonders bei silbriger Pilea cadierei und weich geprägten Typen wie Pilea mollis. Wenn du nicht sicher bist, wie hell dein Raum wirklich ist, vergleiche ihn mit den Beispielen in unserem Leitfaden zu hellem indirektem Licht, damit du nicht erst auf Verbrennungen oder vergeiltes Wachstum warten musst, bevor du reagierst.
Pilea-Wurzeln, Gießen und luftige Substrate
Pilea-Wurzeln sind fein und flach und dafür gemacht, sich durch Moos und lockeres organisches Material zu ziehen. Im Topf brauchen sie genauso viel Sauerstoff wie Feuchtigkeit, deshalb ist dichtes, schweres Substrat eine häufige Ursache für Probleme. Verwende eine leichte, gut drainierende Mischung auf Basis einer hochwertigen torffreien Zimmerpflanzenerde, aufgelockert mit feiner Rinde, Perlit oder Bims. Für hängende und teppichbildende Arten sind breite, flachere Gefäße meist besser als tiefe, schmale.
Lass die oberen ein bis zwei Zentimeter des Substrats antrocknen, bevor du wieder gießt – die Oberfläche darf trocken wirken, aber etwas tiefer solltest du noch eine leichte, kühle Restfeuchte spüren. Wenn du gießt, dann so gründlich, dass der ganze Wurzelbereich durchfeuchtet wird und Überschusswasser ablaufen kann, statt ständig nur kleine Mengen zu geben, die nur die Oberfläche anfeuchten. Wenn du verstehen willst, wie Topfgröße, Substrataufbau und Lichtstärke die Trocknungsgeschwindigkeit verändern, schau in unseren kompletten Gießleitfaden für Zimmerpflanzen und übertrag die Prinzipien auf deine Pilea.
Zu viel Wasser zeigt sich oft durch vergilbende untere Blätter, glasige oder matschige Triebe und einen Topf, der tagelang schwer und kühl bleibt. Zu wenig Wasser erkennst du an schlaffen, gefalteten Blättern, trockenen Rändern und Teppichen, die sich vom Topfrand zurückziehen. Passe lieber deinen Rhythmus an, statt chronisch nasse Pflanzen mit stärkerem Dünger oder plötzlichem Fluten retten zu wollen.
Pilea und dein Raumklima
Pilea sind an milde, frostfreie Bedingungen angepasst und kommen mit denselben Temperaturen gut klar wie die meisten Menschen in Innenräumen. Ideal sind 18–26 °C. Stell sie nicht an Plätze mit kalter Zugluft und drück sie im Winter nicht direkt an kalte Fensterscheiben. Kurze kühle Nächte werden meist gut vertragen, solange das Substrat nicht komplett nass ist.
Weil viele Pilea relativ dünne Blätter oder feines sukkulentes Gewebe haben, mögen sie eine mäßige Luftfeuchtigkeit. Normale Raumluft reicht oft aus, aber sehr trockene Heizungsluft kann zu braunen Rändern, eingerollten Blättern und stockendem Wachstum führen – besonders in kleinen Töpfen, die schnell austrocknen. Mehrere Pflanzen zusammenzustellen, einen kleinen Luftbefeuchter in der Nähe zu nutzen oder Pilea in ein etwas geschützteres Mikroklima zu stellen, zum Beispiel an einen hellen Platz fern von Heizkörpern und ständig geöffneten Türen, reicht meist schon aus, ohne dass gleich ein ganzes Terrarium nötig ist. Unser Leitfaden zur Luftfeuchtigkeit erklärt realistische Zielbereiche.
Wuchs, Schnitt und Vermehrung bei Pilea
Wenn Pilea gut stehen, wachsen sie schnell und treiben ständig neue Triebe aus der Basis und entlang der Stängel. Aufrechte Arten wie Pilea peperomioides und Pilea involucrata entwickeln mit der Zeit kleine halbverholzende Büsche, während hängende Arten wie Pilea glauca und Pilea depressa locker über den Rand fallen. Viele Arten verzweigen sich bereitwillig aus den Nodien, besonders wenn du die Spitzen längerer Triebe auskneifst, um Seitentriebe anzuregen.
Regelmäßiger leichter Rückschnitt hält die Pflanzen kompakt und dicht. Vergeilte Triebe kannst du direkt über einem Nodium einkürzen, um Verzweigung anzustoßen, und überwachsene Teppiche lassen sich problemlos stutzen, damit sie im Rahmen ihres Gefäßes bleiben. Die meisten Pilea lassen sich leicht vermehren: kurze Stecklinge mit ein paar Nodien wurzeln schnell in einer feuchten, luftigen Mischung oder sogar in Wasser. Damit eignen sie sich perfekt zum Weitergeben oder um vorhandene Töpfe dichter zu machen. Unser Leitfaden zur Vermehrung erklärt die Grundlagen dazu.
Pilea in Haushalten mit Haustieren
Viele Pilea-Arten, die als Zimmerpflanzen verbreitet sind, darunter Pilea peperomioides und Pilea cadierei, werden von großen Tierschutzorganisationen als ungiftig für Katzen und Hunde eingestuft. Deshalb sind sie eine beliebte Wahl für Haushalte, in denen Haustiere Pflanzen gelegentlich genauer anschauen. Wie bei jeder Zierpflanze kann das Fressen größerer Mengen trotzdem auf den Magen schlagen.
Zur Sicherheit stellst du Pilea am besten so auf, dass sie nicht ständig angestoßen oder angeknabbert werden. Ihre feinen Triebe und zarten Blätter nehmen grobe Behandlung schnell übel, und wiederholt abbrechende Triebe schwächen die Pflanze. Beim Schneiden oder Teilen reicht in der Regel einfache Hygiene: sauberes Werkzeug und danach kurz Hände waschen.
Was dir nach Ankunft deiner Pilea auffallen kann
Weiche Blätter und feine Wurzeln machen Pilea etwas empfindlich beim Transport. Es ist normal, dass eine neue Pflanze mit ein paar vergilbten oder gequetschten Blättern, leicht flachgedrücktem Wuchs oder etwas losem Pflanzenmaterial in der Verpackung ankommt. Solche optischen Spuren haben selten Einfluss auf die langfristige Entwicklung und verschwinden mit neuem Austrieb schnell aus dem Blick.
Nach dem Auspacken entfernst du beschädigte oder matschige Blätter und glättest die Oberfläche des Substrats vorsichtig. Stell die Pflanze direkt an einen hellen, aber nicht sonnenglühenden Platz, statt sie erst durch die Wohnung zu tragen. Prüfe die Feuchtigkeit ein paar Zentimeter unter der Oberfläche: Ist die Mischung sehr trocken und der Topf leicht, gieße gründlich und lass Überschusswasser ablaufen. Fühlt sich das Substrat noch gleichmäßig feucht an, warte ein paar Tage. Umtopfen solltest du nicht sofort, außer der Wurzelballen ist klar instabil oder das Substrat zerfällt bereits stark. In den nächsten Wochen sind feste, pralle Blätter und frische Triebe die besten Zeichen dafür, dass deine Pilea angekommen ist. Unser Leitfaden zur Eingewöhnung erklärt diese Phase genauer.
Pilea-Probleme erkennen und richtig reagieren
- Gelbe, weiche Blätter und ein schwerer Topf: sind meist ein Zeichen für zu viel Wasser oder für ein Substrat, das zu viel Feuchtigkeit hält. Lass die Mischung zwischen den Wassergaben weiter antrocknen, achte auf gute Drainage und setz die Pflanze bei Bedarf in ein leichteres, offeneres Substrat.
- Schlaffe, gefaltete oder hängende Blätter und ein sehr leichter Topf: deuten auf zu wenig Wasser oder auf einen Wurzelballen hin, der das Gefäß schon komplett ausfüllt. Gieße gründlich, passe danach deinen Rhythmus an und topfe bei stark durchwurzeltem Zustand in ein etwas größeres, flacheres Gefäß um.
- Lange, gestreckte Triebe und lückiger Wuchs: zeigen zu wenig Licht. Stell deine Pilea näher ans Fenster oder an einen helleren Platz und dreh den Topf regelmäßig, damit alle Seiten Licht bekommen.
- Braune, trockene Ränder oder blasse Flecken auf den Blättern: entstehen oft durch direkte Sonne hinter Glas, sehr trockene Luft oder wiederholtes Welken. Stell die Pflanze aus harter Sonne heraus, schütze sie vor heißer Luft und halte die Feuchtigkeit gleichmäßiger.
- Feine Gespinste, klebrige Rückstände oder verformter Neuaustrieb: deuten auf saugende Schädlinge wie Spinnmilben, Blattläuse oder Wollläuse hin. Kontrolliere Ober- und Unterseiten der Blätter sowie die Triebe, entferne stark befallene Teile und beginne früh mit einer konsequenten, schonenden Behandlung, bevor sich der Befall auf benachbarte Pflanzen ausbreitet. Mehr dazu findest du in unseren Leitfäden zu Spinnmilben und Blattläusen.
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Häufige Fragen zu Pilea
Bei welchem Licht wächst Pilea am besten?
Die meisten Pilea wachsen am besten an einem hellen Platz ohne harte direkte Sommersonne. Zu wenig Licht macht sie schwach und sparrig, während zu viel direkte Sonne die Blätter verbrennen kann.
Wie oft sollte man Pilea gießen?
Gieße, wenn ungefähr die oberen 15–25 % des Topfs abgetrocknet sind. So bleibt die Empfehlung bei unterschiedlichen Topfgrößen sinnvoll und hilft, Probleme mit dauerhaft nassen Wurzeln zu vermeiden, auf die Pilea empfindlich reagieren können.
Warum wird meine Pilea lang und instabil?
Meist, weil das Licht zu schwach ist. Wenn eine Pilea zu dunkel steht, strecken sich die Triebe, der Wuchs wird lockerer und die Pflanze verliert die kompakte Form, die man normalerweise von ihr erwartet.
Warum werden Pilea-Blätter gelb oder fallen ab?
Schau zuerst aufs Gießen und auf Wurzelstress. Nasses Substrat kann die Wurzeln schädigen, aber auch kalte Zugluft, wenig Licht oder insgesamt unruhige Bedingungen können dazu führen, dass Blätter schneller gelb werden oder abfallen als erwartet.
Ist Pilea für Katzen und Hunde unbedenklich?
Einige gängige Pilea gelten als ungiftig, aber bei einer gemischten Pilea-Gruppe ist es trotzdem sicherer, die genaue Art zu prüfen, statt anzunehmen, dass die ganze Gattung einheitlich bewertet wurde.
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