Scindapsus (Silberranke)
Scindapsus bringt dickere, silbrig überhauchte Blätter und ein etwas ruhigeres Tempo in die klassische Rolle als robuste Kletterpflanze. Im Innenraum mögen diese Kletterpflanzen helles indirektes Licht, luftige Substrate und einen Gießrhythmus, der von gleichmäßig leicht feucht bis sanft abtrocknend reicht. Richtig eindrucksvoll werden sie meist erst mit einer Kletterhilfe, statt nur in dünnen Ranken herabzuhängen.
An Moosstäben oder Brettern werden die Blätter meist größer und die Zeichnung kommt klarer zur Geltung. Dadurch wirkt die Pflanze ganz anders als in einer Hängeampel. Wenn du eine kletternde Pflanze mit weicherem Schimmer und einem langsameren, gleichmäßigeren Charakter suchst als viele schnell wachsende tropische Ranken, ist Scindapsus eine starke Wahl.

Infos zu unseren Filtern
Unsere Filter sollen dir helfen, schneller die passenden Pflanzen zu finden, ohne ins Blaue hinein auszuwählen. Damit die Angaben im ganzen Shop möglichst einheitlich bleiben, gleichen wir sie mit mehreren Quellen ab und prüfen zusätzlich, ob sie unter echten Bedingungen in Innenräumen und im Alltag mit Pflanzen überhaupt sinnvoll sind.
Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Garantie. Zwei Wohnungen können auf dem Papier dieselbe Lichtstufe haben und sich in der Praxis trotzdem deutlich unterscheiden. Wenn du es genau wissen willst, öffne die Produktseite und lies dir die vollständige Beschreibung durch.
So funktionieren die Filter
- Filter lassen sich kombinieren: Jede Auswahl grenzt die Ergebnisse weiter ein.
- Mehrere Auswahlen innerhalb eines Filters bedeuten meist entweder oder: Wenn du zwei Gattungen auswählst, siehst du Pflanzen aus beiden.
- Verschiedene Filtergruppen greifen zusammen: Wenn du zum Beispiel Lichtstufe und Ungiftig auswählst, werden nur Pflanzen angezeigt, auf die beides zutrifft.
- Du kannst alles jederzeit wieder zurücknehmen: Klicke eine aktive Option einfach noch einmal an oder nutze im Filterbereich Löschen beziehungsweise Zurücksetzen.
Zum Einstieg wählst du am besten zuerst die Lichtstufe und grenzt dann nach Pflanzentyp und Größe weiter ein.
Auswahl & Verfügbarkeit
- Beliebte Kollektionen: Kuratierte Gruppen wie Bestseller, Babypflanzen, seltene Pflanzen, pflegeleichte Pflanzen, panaschierte Pflanzen, klassische Zimmerpflanzen, XL-Zimmerpflanzen und Pflanzensets. Sie helfen dir beim Stöbern, sind aber keine festen Pflegekategorien.
- Verfügbarkeit (nur vorrätige Artikel): Blendet ausverkaufte Produkte aus, damit du nur siehst, was aktuell versendet werden kann.
- Preis: Begrenzt die Auswahl nach dem aktuell angegebenen Preisbereich. Bei Produkten mit mehreren Größen oder Varianten kann die tatsächliche Preisspanne breiter sein.
Haustierfreundlich & Sicherheit
- Ungiftig: Pflanzen, die nach unserem aktuellen Kenntnisstand keine relevante chemische Giftigkeit für gängige Haustiere haben. Trotzdem kann Kauen auch bei ungiftigen Pflanzen Reizungen oder Magenbeschwerden auslösen.
- Ungiftig & haustierfreundlich: Eine noch engere Auswahl für neugierige Nasen und Pfoten. Dabei geht es nicht nur um chemische Giftigkeit, sondern auch darum, viele Pflanzen mit möglichen mechanischen Risiken auszuschließen, zum Beispiel Dornen, harte Spitzen, Widerhaken, starre Borsten oder raue Oberflächen, die unangenehm sein oder kleine Verletzungen verursachen können. Auch das bedeutet aber nicht, dass Anknabbern unproblematisch ist.
Pflegebezogene Filter
- Lichtstufe: Reicht von wenig indirektem Licht bis volle Sonne und direktes Licht. „Indirekt“ bedeutet helles Licht, ohne dass direkte Sonne auf die Blätter fällt. „Etwas direkte Sonne“ meint eine begrenzte Menge milder direkter Sonne. „Volle Sonne/direkt“ steht für längere Zeit in direkter Sonne.
- Wasserbedarf: Niedrig / Mittel / Hoch beschreibt, wie weit das Substrat unter normalen Bedingungen in Innenräumen typischerweise abtrocknen darf, bevor wieder gegossen wird.
- Luftfeuchtigkeit: Normal (40-50 %), leicht erhöht (50-60 %), hoch (60-80 %+). Gemeint ist der Bereich, der bei dir meist dauerhaft erreicht wird, nicht ein kurzer Anstieg für ein paar Minuten.
Wuchsform & Rankhilfe
- Wuchsform: Zeigt, wie eine Pflanze von Natur aus wächst: kletternd, hängend, kriechend und ausbreitend, aufrecht, selbstständig aufrecht wachsend, horstbildend (mit Ablegern) oder rosettenbildend. Das hilft dir bei Standortwahl, Rankhilfe und Topfform.
- Braucht eine Stütze? „Keine“ heißt, dass die Pflanze ihre Form ohne Hilfe hält. „Optional“ bedeutet, dass eine Stütze Aufbau oder Größe verbessern kann, aber nicht zwingend nötig ist. „Erforderlich“ heißt, dass Stab, Moosstab oder Gitter Wuchs und Form deutlich verbessern.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Langsam / Mittel / Schnell unter guten Bedingungen in Innenräumen. Hilft dir bei der Einschätzung, ist aber kein Versprechen.
Größenfilter (geliefert und langfristig)
- Topfgröße (geliefert): Der Durchmesser des Kulturtopfs, in dem deine Pflanze verschickt wird (⌀).
- Pflanzenhöhe (geliefert): Die ungefähre Höhe der Pflanze, die du erhältst. Natürliche Abweichungen sind ganz normal.
- Max. Höhe im Innenraum: Die realistische Höhe, die eine Pflanze mit der Zeit in Innenräumen erreichen kann, bei passender Pflege und gegebenenfalls mit Rankhilfe.
- Max. Breite im Innenraum: Wie viel Platz eine Pflanze langfristig einnehmen kann, also zum Beispiel als Horst, Rosette oder gesamte Wuchsbreite.
Optik: Form, Größe, Farbe
- Blattform & Blattgröße: Praktische Kategorien für den schnellen Überblick. „Klein/Mittel/Groß“ bezieht sich auf die typische Blattgröße ausgewachsener Pflanzen, während die Form die vorherrschende Silhouette beschreibt.
- Blattfarbe: Zeigt die dominanten Farbtöne und Muster, zum Beispiel Silber und Grau, Rosa und Rot oder Goldgelb. Einzelne Pflanzen können abweichen, und frischer Austrieb sieht oft anders aus als ausgereifte Blätter.
Botanisch stöbern
- Pflanzentyp: Übergeordnete Gruppen wie Aronstabgewächse, Hoyas, Kakteen, Farne, Sukkulenten, Marantengewächse und mehr. Praktisch, wenn du nach Pflanzentyp und grober Pflegerichtung stöbern willst.
- Gattung: Filtert nach der botanischen Gattung, zum Beispiel Alocasia, Philodendron oder Hoya. Ideal, wenn du schon weißt, was du sammelst.
- Familie: Filtert nach Pflanzenfamilien wie Araceae oder Apocynaceae. Hilfreich, wenn du innerhalb verwandter Gruppen tiefer stöbern willst.
Du willst sehen, woran wir uns bei der Vereinheitlichung unserer Bezeichnungen orientieren? Ressourcen zur Pflanzenpflege ist einfach eine kuratierte Übersicht der Quellen, die wir dafür nutzen, darunter POWO, Kew und weitere.
Sortieren nach:
Filter
Araceae (Aronstabgewächse)
Scindapsus (Silberranke)
Auf einen Blick
Scindapsus: silbrig gezeichnete Kletterpflanzen im Überblick
- Erscheinung: rankende Aronstabgewächse mit festen Blättern und silbriger Zeichnung; meist langsamer als Efeututen, aber markanter im Muster.
- Licht: mittel bis hell, ohne direkte Sonne; bei wenig Licht wirkt die Zeichnung oft flacher, starke Sonne schädigt die hellen Partien.
- Substrat: mag luftiges Substrat für Aronstabgewächse mit Rinde und mineralischen Anteilen; reine Torfmischungen bleiben zu dicht und zu nass.
- Gießen: gieß, wenn die obere Schicht leicht abgetrocknet ist; die Wurzeln sollen leicht feucht bleiben, aber weder dauerhaft nass noch komplett austrocknen.
- Kletterhilfe: mit Moosstab oder Brett werden die Blätter meist voller und größer als bei rein hängendem Wuchs.
- Giftigkeit: enthält Calciumoxalat; außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern aufstellen.
Botanisches Profil
Scindapsus: botanisches Profil wurzelkletternder Aronstabgewächse
Scindapsus ist eine Gattung wurzelkletternder Aronstabgewächse in Araceae (Unterfamilie Monsteroideae, Tribus Monstereae), die Schott 1832 beschrieben hat. Der Name geht auf einen altgriechischen Begriff zurück, der mit einem indischen Instrument zur Beruhigung von Elefanten verbunden war und später auf diese kräftigen Kletterpflanzen übertragen wurde.
- Ordnung: Alismatales
- Familie: Araceae
- Tribus: Monstereae (subfamily Monsteroideae)
- Gattung: Scindapsus Schott
- Typusart: Scindapsus officinalis (Roxb.) Schott
- Chromosomen: Veröffentlichte Zählungen sind selten, liegen aber meist im moderaten Polyploidiebereich, der für Monstereae typisch ist.
Verbreitung und Lebensraum: Scindapsus ist im tropischen Asien heimisch, vom indischen Subkontinent und Indochina über Malesien und Neuguinea bis in Teile Queenslands und auf Inseln im westlichen Pazifik. Die Arten sind vor allem Waldkletterer und besiedeln feuchte Tiefland- und Bergwälder, wo sie an Stämmen und Felsen aufsteigen.
- Lebensform: Immergrüne, wurzelkletternde Lianen mit langen, oft kräftigen Sprossen, die sich mit zahlreichen haftenden Luftwurzeln an Substraten festsetzen.
- Blattansatz: Gestielte, wechselständig angeordnete Blätter; Scindapsus zeigt das für Monstereae typische Jugend-/Altersblatt-Muster, auch wenn viele Arten ganzrandige oder nur flach gelappte Spreiten behalten.
- Blattgröße: Jugendblätter in Kultur sind oft 5–15 cm lang; im Habitat können adulte Blätter mancher Arten über 30–40 cm erreichen, wenn sie hohe, raue Rankhilfen und ausreichend Luftfeuchte bekommen.
- Textur und Farbe: Dicke, leicht ledrige Spreiten, von gleichmäßig grün bis auffällig silbergesprenkelt oder bläulich überhaucht; viele wirken bei schrägem Lichteinfall satiniert oder leicht metallisch.
- Auffällige Anpassung: Eine einzelne Samenanlage pro Fruchtknotenfach und die daraus entstehenden rundlichen bis nierenförmigen Samen unterscheiden Scindapsus von nah verwandtem Epipremnum, das mehrere Samenanlagen pro Fach besitzt; dieser Unterschied stützt die heutige Abgrenzung der Gattungen.
Blütenstand und Früchte: Scindapsus bildet kompakte Blütenstände aus Kolben und Spatha, wie andere Monstereae auch, meist an reifen Klettertrieben. Nach der Bestäubung entwickeln sich fleischige Beeren entlang des Kolbens, die mit der Reife Samen freigeben.
Details & Pflege
Scindapsus: silbergefleckte Kletterpflanzen zwischen Epipremnum und Philodendron
Scindapsus: versilberte Kletterpflanzen mit starkem Auftritt
Scindapsus ist eine kleine Gattung aus der Familie der Aronstabgewächse aus Südostasien, Neuguinea und dem westlichen Pazifik. Im Handel ist besonders Scindapsus pictus bekannt und oft unter verschiedenen Handelsnamen im Umlauf. Diese wurzelkletternden Lianen tragen dicke, oft längliche Blätter mit zinnfarbenem Schimmer oder hellen metallischen Sprenkeln. Auf dunklerem Grün wirkt diese silbrige Zeichnung fast leuchtend und macht Scindapsus zu einem starken Blickfang auf Regalen oder in einer Hängeampel.
Obwohl Scindapsus im Handel oft pauschal als „Pothos“ läuft, ist die Gattung klar von Epipremnum und Philodendron getrennt. Botanisch hat Scindapsus nur eine Samenanlage pro Fruchtknoten, Epipremnum dagegen mehrere. Für die Pflege im Alltag kannst du Scindapsus trotzdem wie eine etwas heiklere, langsamere Pothos behandeln. Wenn du wissen willst, warum sich Namen und Etiketten im Handel ständig verschieben, lies unseren Beitrag zu botanischen Umbenennungen.
Passt Scindapsus zu deinem Standort?
- Scindapsus passt gut, wenn: du helles, aber weiches Licht, einen gleichmäßig warmen Raum und einen Gießrhythmus bieten kannst, bei dem die oberste Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknet.
- Weniger passend ist Scindapsus, wenn: dein Zuhause sehr dunkel ist, du kleine Töpfe leicht zu nass hältst oder du eine Pflanze willst, die in einer Saison die ganze Wand erobert. Scindapsus wächst zuverlässig, aber nicht so schnell wie viele Pothos, und reagiert empfindlich auf kaltes, nasses Substrat.
- Gut zu wissen: Die meisten benannten Scindapsus im Handel, zum Beispiel „Argyraeus“, „Exotica“ oder Scindapsus treubii ‘Moonlight’, haben ähnliche Ansprüche, unterscheiden sich aber bei Blattdicke, Silberanteil und Wachstumstempo. Dickere, dunklere Formen kommen meist mit etwas helleren Plätzen besser zurecht, sehr helle oder stark versilberte Auslesen fühlen sich oft bei weichem, gleichmäßigem Licht wohler.
Scindapsus in der Natur: Kronenbewohner mit silbrigem Schimmer
In der Natur wachsen Scindapsus-Arten als immergrüne Kletterpflanzen an Baumstämmen und Felsen in feuchten Tieflandwäldern von Indonesien und Malaysia bis nach Neuguinea und in den westlichen Pazifik. Ihre Triebe bilden lange, verholzende Ranken mit vielen Knoten, aus denen sowohl Blätter als auch haftende Luftwurzeln entstehen. So kann die Pflanze an rauen Oberflächen nach oben wandern und sich zu besseren Lichtverhältnissen vorkämpfen. Mit einer Struktur zum Festhalten legen viele Formen die Blätter enger an den Träger an und nutzen das Licht unter dem Kronendach effizienter.
Diese Kletterweise erklärt auch das Verhalten im Zimmer: Ohne Unterstützung hängt Scindapsus herab und bildet kleinere Blätter. Mit einem Moosstab, Farnstamm oder einer strukturierten Platte werden die Triebe oft kräftiger, die Internodien kürzer und die Blätter breiter – genau dann zeigt Scindapsus sein volles silbergeflecktes Potenzial.
Scindapsus: Licht und Platzierung – hell, weich und konstant
Scindapsus bevorzugt mittleres bis helles, indirektes Licht. Ein Platz nahe an einem Ostfenster, etwa einen Meter entfernt von Süd- oder Westfenstern oder in einem hellen Raum mit gefiltertem Licht hält die Pflanze kompakt und gut gefärbt. In diesem Bereich bleiben die Silberzeichnungen klar abgegrenzt. Wenn du unsicher bist, ob dein Standort wirklich hell und indirekt ist, vergleiche ihn mit unserem Leitfaden zu hellem indirektem Licht.
Bei zu wenig Licht werden die Abstände zwischen den Blättern länger und die Pflanze wirkt offener und gestreckter. Zu starke Mittagssonne durch Glas kann Blätter dagegen ausbleichen und austrocknen, besonders bei helleren Kultivaren.
Scindapsus: Wurzeln, Wasser und Substrat
Wie viele Aronstabgewächse hat Scindapsus relativ feine Wurzeln und nutzt zusätzlich Luftwurzeln entlang der Triebe, um sich festzuhalten und Feuchtigkeit aufzunehmen. Diese Wurzeln brauchen Luft genauso dringend wie Wasser. Dichte, torfreiche Erde, die tagelang nass bleibt, ist einer der häufigsten Gründe für Probleme.
Verwende ein lockeres, gut drainierendes Substrat: ein torffreies Zimmerpflanzensubstrat oder eine feine Substratmischung für Aronstabgewächse mit Zusätzen wie feiner Pinienrinde, Kokoschips und Bims funktioniert meist sehr gut. Wähle lieber einen Topf, der nur wenig größer als der vorhandene Wurzelballen ist, statt ein tiefes, übergroßes Gefäß – zu viel kaltes, nasses Substrat um ein kleines Wurzelsystem lädt Fäulnis praktisch ein.
Lass die obersten 2–3 cm Substrat antrocknen, bevor du wieder gießt. Die Oberfläche sollte trocken wirken und der Topf leichter sein, während es tiefer im Topf noch leicht kühl bleibt. Gieße dann gründlich und schütte Wasser aus Übertopf oder Untersetzer immer ab. Wenn gelbe Blätter an sonst noch festen Trieben auftauchen oder das Substrat muffig riecht, nimm die Pflanze aus dem Topf, schneide schwarze oder matschige Wurzeln weg und setze sie in frisches, luftigeres Substrat. Unser Leitfaden gegen Wurzelfäule zeigt dir die Schritte im Detail.
Wenn du besser verstehen willst, wie Topfsubstrate Wasser halten und wieder abgeben, lies unseren Gießleitfaden für Zimmerpflanzen – die Grundprinzipien gelten direkt auch für Scindapsus und andere Pothos-Verwandte.
Scindapsus: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung
Scindapsus ist klar tropisch geprägt und fühlt sich bei stabiler Wärme am wohlsten. Ideal sind etwa 18 bis 28 °C. Kurze Abweichungen nach unten werden meist toleriert, wenn das Substrat eher trocken ist. Wiederholt kalte Nächte oder Zugluft können das Wachstum aber deutlich bremsen und zu gelben oder schwarz verfärbten Blättern führen.
Diese Kletterpflanzen mögen mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit, besonders dickblättrige und silbrig gemusterte Formen, die auf Brettern oder Stäben wachsen und dabei stärker freiliegende Wurzeln haben. Normale Zimmerluft ist das Minimum, besser sind etwa 50–70 %. Ein Luftbefeuchter in der Nähe, mehrere Pflanzen zusammen oder ein Platz in einer hellen Pflanzenvitrine helfen. Entscheidend ist vor allem, heiße, trockene Luft von Heizkörpern zu vermeiden und Blätter zwischen den Wassergaben wieder abtrocknen zu lassen, damit sich keine Pilzprobleme aufbauen. Realistische Strategien findest du in unserem Leitfaden zur Luftfeuchtigkeit.
So wächst Scindapsus – und so leitest du ihn
In einer Hängeampel wächst Scindapsus elegant überhängend, mit Ranken, die irgendwann einen Meter oder länger werden können. Du kannst diesen Effekt einfach genießen oder den natürlichen Klettertrieb gezielt nutzen. Binde die Triebe locker an einen Moosstab, eine Platte oder ein Stück Kork und gib den Luftwurzeln Gelegenheit, sich festzusetzen. Beim Klettern werden die Blätter oft größer und deutlich eindrucksvoller.
Damit die Pflanze kompakt bleibt, kannst du lange oder kahle Triebe knapp oberhalb eines Knotens zurückschneiden. Die abgeschnittenen Stücke bewurzeln leicht in Wasser oder frischem Substrat, deshalb lässt sich Scindapsus unkompliziert vermehren und teilen. Die meisten Kultivare sind mäßige Nährstoffzehrer – ein leichter, ausgewogener Flüssigdünger alle 4–6 Wochen in bereits feuchtem Substrat reicht meist aus. Wenn das Wachstum in kühleren Monaten deutlich nachlässt, solltest du die Düngung pausieren. Allgemeine Grundsätze dazu findest du in unserem Leitfaden zum Düngen.
Scindapsus und Haustiere
Wie viele Aronstabgewächse enthält auch Scindapsus nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle und weitere reizende Stoffe. Werden Blätter oder Triebe angekaut, kann das im Mund- und Rachenraum Brennen auslösen und bei Haustieren oder Kindern zu Speichelfluss und Schwellungen führen.
Behandle Scindapsus deshalb rein als Zierpflanze. Stelle ihn außer Reichweite neugieriger Mäuler, besonders wenn Katzen oder kleine Kinder im Haushalt leben, und entsorge Schnittgut, statt es auf dem Substrat liegen zu lassen. Wenn Pflanzensaft auf deine Haut kommt, spüle ihn mit Wasser und milder Seife ab und fasse dir nicht in die Augen.
Was dir bei Scindapsus nach dem Auspacken auffallen kann
Eine Reise im Karton hinterlässt Scindapsus manchmal etwas zerzaust. Ein paar gelbe ältere Blätter, geknickte Ränder oder leicht verhedderte Triebe sind normal. Dahinter stecken meist wenig Licht und schwankende Luftfeuchtigkeit im Versand, nicht gleich ein dauerhaftes Gesundheitsproblem.
Entferne nach der Ankunft vorsichtig das Verpackungsmaterial und löse die Triebe behutsam voneinander, ohne sie zu zwingen. Stell die Pflanze direkt an ihren vorgesehenen hellen, geschützten Platz, statt sie mehrfach umzustellen. Prüfe den Wurzelbereich: Ist das Substrat sehr trocken und der Topf auffallend leicht, gieße gründlich und lasse alles gut ablaufen. Fühlt es sich noch gleichmäßig feucht an, warte ein paar Tage. Umtopfen solltest du nur dann sofort, wenn das Substrat klar zerfallen ist oder deutliche Wurzelschäden sichtbar sind – die meisten Scindapsus kommen schneller an, wenn ihre Wurzeln möglichst wenig gestört werden. In den nächsten zwei Wochen sind feste neue Blätter und gleichmäßig weiterwachsende Triebe das beste Zeichen für eine gute Eingewöhnung. Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden zur Eingewöhnung.
Scindapsus Probleme schnell einordnen
- Gelbe Blätter weiter unten am Trieb bei nassem Substrat: Das spricht oft für zu viel Wasser oder verbrauchtes, verdichtetes Substrat. Lass das Substrat stärker antrocknen und topfe bei Bedarf in frische Mischung um, wenn es ständig nass bleibt oder muffig riecht.
- Eingerollte oder schlaffe Blätter bei trockenem, leichtem Topf: Das ist meist ein Zeichen für Wassermangel. Gieße einmal gründlich und passe danach deinen Rhythmus so an, dass das Substrat nicht komplett austrocknet.
- Lange, dünne Triebe mit wenig Blättern: Das deutet auf zu wenig Licht hin. Stell Scindapsus näher ans Fenster oder ergänze eine Pflanzenlampe, damit täglich mehr helles, indirektes Licht ankommt.
- Braune, knusprige Flecken auf den Blättern: Meist steckt direkte Sonne oder sehr trockene Luft dahinter. Rück die Pflanze weiter weg von heißem Glas und Luftauslässen und sorge für gleichmäßigere Hintergrundfeuchte.
- Klebrige Rückstände, Gespinste oder verformter Neuaustrieb: Das kann auf saugende Schädlinge wie Spinnmilben oder Thripse hindeuten. Kontrolliere Blattober- und Unterseiten, spüle die Pflanze ab und starte frühzeitig eine konsequente Behandlung.
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Häufige Fragen zu Scindapsus
Ist Scindapsus dasselbe wie Efeutute?
Nein. Scindapsus ist eine eigene Gattung. Satin Pothos ist nur ein Handelsname und bedeutet botanisch nicht, dass die Pflanze wirklich zu den Efeututen gehört.
Klettert Scindapsus oder wächst er eher hängend?
Beides ist möglich, aber mit einer Kletterhilfe entwickelt sich Scindapsus meist besser. Hängend auf Regal oder in Ampel funktioniert zwar auch, doch mit Halt wächst die Pflanze oft kräftiger und bildet mit der Zeit größere Blätter.
Wie oft sollte ich Scindapsus gießen?
Gieß Scindapsus, wenn ungefähr die oberen 25–40 % des Substrats abgetrocknet sind. Im Winter oder bei weniger Licht darf es eher bis etwa 40–50 % antrocknen, bevor du wieder gießt.
Ist Scindapsus für Haustiere sicher?
Nein. Scindapsus, besonders gängige Formen von Scindapsus pictus, solltest du nicht als haustiersicher einordnen.
Werden die Blätter von Scindapsus in Innenräumen größer, wenn die Pflanze klettern kann?
Ja. Mit Kletterhilfe bildet Scindapsus meist größere Blätter und teils auch eine reifere Form als bei hängendem Wuchs.
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